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PropheT am Donnerstag, Juli 17, 2008 , 16:30

Technik, die begeistert

Ich also QEMU verwendet um ne VM aufzusetzen, auf der ich dann Ubuntu laufen lassen. Das System lief, aber ich konnte meine Festplatten nicht mounten. Es gibt eine Zeile im QEMU Manager (der dem Programm, das sonst über Konsole läuft, eine GUI hinzufügt), in der man als Festplatte des virtuellen Rechners eine physische HD festlegen kann. Neben dem Namen des Datenträgers steht dann da "CAUTION". Als des Englischen halbwegs mächtiger war ich mir der Warnung bewusst - aber nein, Herr Hellseher müssen ja unbedingt die Laufwerke angeben. Die Laufwerke wurden also verwendet, konnten trotzdem nicht gemountet werden. Nach einigem Rumgefrage (und ein /g/entlemen wies extra darauf hin: "enjoy your filesystem inside a filesystem") wurde mir klar, dass das "forcen" per Kommandokonsole keine gute Idee sei.
Nachdem ich also mit Ubuntu praktisch durch war und so lustig Windows betrieb, kam irgendwann mal eine Fehlermeldung aufgepoppt: eine svchost.exe crashte. Belehrung: das Unterprogramm svchost.exe dient als Verwaltung für verschiedene Dienste, die vom Windows durchgeführt werden und erscheint oft in mehreren Instanzen, die dann für unterschiedliche Dienste stehen. Einer dieser Verwalter krepierte nun also immer wieder und war nicht mehr zu reparieren - dabei war die Frequenz des Crashes sehr unterschiedlich und rangierte zwischen drei Minuten und drei Stunden. Irgendwann lief es dann darauf hinaus, dass trotz Reparieren von der Windows-CD das OS nicht mehr starten wollte - ich landete auf einem schwarzen Screen mit nem Cursor drauf, das war es. Windows also zusätzlich auf ner anderen Partition installiert und festgestellt, dass die Laufwerksbuchstaben schon nicht mehr stimmten. Alle Daten auf dritte Partition verschoben, andere formatiert, System neu aufgesetzt. Ärgerlich, aber zum Glück ohne Datenverlust und innerhalb eines Tages lief mein Rechner wieder problemlos. Erstaunliches Randdetail: Seit der Formatierung ruckelt Failfox 3 nicht mehr auf A World to Come.
...and now for something completely different!
#1: Ungerecht wie die Welt ist, erschien Batman - The Dark Knight schon diesen Montag in Amiland in den Kinos. Die bisherigen Reviews deuten alle an, dass der ganze übertriebene Hype, der um den Film betrieben wurde, vollkommen zu Recht war. Schon öfters musste ich von Leuten lesen, dass sie mit der Absicht ins Kino gingen, Dinge an Heath Ledgers Darstellung des Jokers zu bemängeln, aber am Ende einen posthumen Oscar für diese "outstanding performance" verlangen. YES! Wir armen Deutschen müssen noch bis zum 21ten August warten. Eine schrecklich lange Zeit.
#2: Ich durfte mir eine DVD-Box mit allen Monty Python Folgen ausleihen. Meine Fresse. Teilweise muss ich gestehen, dass ich mich langweile. Aber diese brutalstmögliche Albernheit, die in fragmentweise schierer Brillianz präsentiert wird, ist schon beachtlich.
#3: Morgen ist letzter Tag für dieses Schuljahr! *tröt*
#4: Angela Merkel wird heute 54. Herzlichen Glückwunsch, mächtigste "Frau" der Welt.
UPDATE:
#5: Das neue Layout von Last.FM ist ma RICHTIG scheisse!
#6: Seit heute besitze ich eine Fachhochschulreife mit 2,2 :-)

Balthazzar am Dienstag, Juli 15, 2008 , 22:50

SkaSkaSka!!

Metal, und damit meine ich so ziemlich jede Spielart davon, findet bei mir durchaus auch Gefallen. Zwar nicht in dem Maße wie bei meinem Kollegen PropheT, aber es gibt durchaus einige Bands, etwa Opeth oder Mastodon, deren Sound mir einfach gefällt. Solange die Band musikalisch was drauf hat und gescheite Riffs hinlegt, kann ich mich mit ziemlich viel anfreunden eigentlich...

Metal ist aber gar nicht das Thema (ist es ja so schon oft genug), sondern vielmehr Musik, die sonst auf diesem Blog eher kürzer tritt: Ska(-Punk)!

Die Überschrift beschreibt nämlich ziemlich gut meine letzte Woche, da ich mir nicht nur Clutch mit PropheT angesehn hab, sondern auch gleich 3 Ska-Punk-Kapellen auf 2 Konzerten erleben durfte...

Den Anfang machten direkt am Dienstag nach dem Clutch-Konzert Loui Vetton und die Mad Caddies (und irgendeine seltsame Blues-Rock-Band... nicht nennenswert) in Kiel.

Dabei möchte ich Loui Vetton jedem, der zumindest ein Bischen mit dem Genre anfangen kann, ans Herz legen.
Die Band macht an sich grundsoliden Ska-Punk, der erst auf den Live-Gigs komplett zündet.
Dort machen die Hamburger nämlich richtig Stimmung, sei es durch Konfettikanonen, den Ausflügen des Sängers und Saxophonisten ins Publikum oder schlicht ihre Songs, die live noch besser als auf dem Album rüberkommen.
Wirklich den Vogel schießen Loui Vetton aber mit ihrer Spezialität ab: "Flachwitz oder Techno?"...
Scooter geht in der Ska-Version schon ganz gut ab XD
Die Band hatte grade erst die Premiere ihres ersten Albums, also schaut einfach mal auf ihrer Myspace-Seite vorbei, sie haben echt jede Unterstützung verdient!

Die Mad Caddies (siehe Herrn Trompetenspieler ganz oben) waren auch ne Sache für sich... Erneut Ska-Punk, allerdings von größerer Qualität.
Einziges Problem war, dass ich vorher keinen einzigen Song der Band gehört habe...
Fiel am Ende nicht sonderlich ins Gewicht, dafür war die Musik einfach ZU GUT. die Caddies spielten genau den richtigen Mix an tanzbaren, langsameren Stücken und schnellen Songs, bei dem die Masse durchdrehte...
Ganz großartig: Die Piraten Hymne "Wierd Beard"
Da machte es auch nichts, dass mir direkt biem ersten Song jemand aus Versehn ne Kopfnuss verpasste, gab direkt ne Schwellung am Auge (vielleicht keine gute Idee, im Pit zu bleiben danach... Spätestens wenn ein Stagediver einem direkt in die Fresse fällt, gab schließlich nen dickes blaues Auge...).
Scheißegal, das Konzert war richtig klasse und definitiv das dicke Auge wert!

Schließlich gab ich mir noch am Freitag in Elmshorn die Vorrunde des Local-Heroes-Contests, einem landesweiten Wettbewerb für Nachwuchsbands...
Hauptsächlich war ich wegen Skall gekommen, einer Schülerband von Bekannten (und Freunden), die ebenfalls Ska-Punk spielt und die ich unterstüzen wollte.
Erneut fällt auf, dass die Musik erst Live wirklich gut rüberkommt, dafür dann auch wirklich Stimmung aufkommt.
Skall also einfach nur durch ihre aufgenommenen Songs zu beurteilen, wäre nicht fair, guckt sie euch lieber an, wenn sie mal spielen.
Könnt sie auch buchen sonst, kost' auch nur einen Kasten Bier...

Also... Mad Caddies, Loui Vetton, Skall, meine Empfehlungen für dieses Mal (in genau der Reihenfolge), wenn ihr mal Zeit und Muße habt, guckt sie euch doch mal an!


PS: PropheT hatte einige Probleme mit seinem Rechner die letzten Tage, glaub nun ist die Kiste aber wieder vollends lauffähig, dürftet also die nächsten Tage wieder von ihm hören...

PropheT am Samstag, Juli 12, 2008 , 13:09

In the Absence of Truth

Ich habe zunächst auf einem Rechner, den es nicht gibt, ein Betriebssystem live, sprich von einer CD (die es nicht gibt) gestartet. Das OS erkannte die Laufwerke, die es in einem reellen Rechner gibt, und machte sie nutzbar für den nicht reellen Rechner. Nun wollte ich aber nicht immer von dem Laufwerk, das der nicht existente Rechner einfach aus dem existenten Rechner bezieht (das es in Wahrheit aber gar nicht gibt) booten, sondern das OS, das im nicht existenten Laufwerk als nicht existente CD liegt, auf die Festplatte, die es nicht gibt, von dem nicht reellen Rechner installieren. Dabei dauerte es erstaunlich lange, von der CD, die es nicht gibt, da sie in Wahrheit auf einer reellen HD liegt, zu installieren, also auf die nicht existente HD. Dann sollte ich das Laufwerk, das es nicht gibt, das in dem Rechner steckt, öffnen und die CD rausnehmen - jedoch war ja das Laufwerk, das in dem nicht existenten Rechner steckt, das selbe, das es nicht reell im realen Rechner gibt. Als ich das auswarf, startete der virtuelle Rechner gar nicht - ich also nochmal die nicht existente Festplatte formatiert und neu installiert, und ab dann ging das Betriebssystem auf dem Rechner, den es nicht gibt. Jedoch habe ich jetzt das Problem, dass die Festplatte, auf der das OS installiert ist, die es ja nicht gibt, keinen Inhalt hat. Ich will natürlich, dass der Rechner, den es nicht gibt, Zugriff auf die Festplatten, die es gibt, da sie im reellen Rechner stecken, hat, jedoch kriege ich es einfach nicht hin, dass er die reellen Festplatten erkennt. Selbst eine weitere HD, die ich dem nicht existenten Rechner hinzuerfunden habe, wurde nicht erkannt, der nicht existierende Rechner erkennt nur die Festplatte, auf der das OS installiert wäre (wenn es sie gäbe), aber mehr nicht. Das ist doch kacke! Beim Booten von dem nicht existenten Laufwerk im realen Rechner findet er die existenten Festplatten, aber wenn ich den Pfad zu den echten HDs genau so angebe wie den zu jenem Laufwerk, dann erkennt er da einfach nix und zeigt es nicht an. Ich verstehe beim besten Willen nicht, wieso.

Aber HEY, ich habe nen Linux-Rechner mit QEMU virtualisiert. Sowas Ähnliches wird bei meinem Praktikums-Host getan. Und ich konnte mal OpenOffice probieren. XP ftw.

EDIT#1: Inzwischen habe ich es hingekriegt, dass das OS auf dem virtuellen Rechner die physischen Festplatten erkennt, jedoch sind diese noch als "in Benutzung" durch das OS vom physischen Rechner markiert, so dass ich nicht drauf zugreifen kann. Hoffe, dies noch zu umgehen.

PropheT am Mittwoch, Juli 09, 2008 , 17:33

Blau blüht der Enzian

Cult of Luna - Eternal Kingdom (2008)--> 9.5/10
Bisher waren für mich ISIS und Neurosis die Größten im Genre des Post-Metal / Ambient / Sludge / Progressive Whatever. Bands wie die Red Sparowes sind für mich eher Nebenerscheinungen. Aber mit dem, was Cult of Luna, die ich bisher vor allem über last.fm gehört habe, auf ihrem Neuling "Eternal Kingdom" abliefern, heben sie sich selbst auf eine Stufe mit den zu Beginn genannten. CoL waren schon immer mehr Sludge, mehr Noise als zB Pelican, aber auf diesem Album finden sie endlich das optimale Gleichgewicht zwischen extrem melodischen, progressiven Soundscapes wie sie ISIS kaum besser machen und wirklich frenetischem Reingebrülle. Die Instrumente erzeugen einen dichten Klang, der mal mit unglaublicher Leichtigkeit ("Ugin", der Hammer), mal mit brachialem Gewalze ("Ghost Trail") daherkommt. Ein ganz ganz großes Album, das sich für die elitären Progressive-Snobs, für die abgestumpften Metalheads UND für den Außenstehenden, der einfach nur Kopfmusik will, eignet. Respekt, Cult of Luna! Respekt!

Metal Church - A Light in the Dark (2006)--> 8.9/10
Zunächst ließ ich mich durch den Namen, der nach den 80ern und nach FireWindSteelSwordKillGloryMEEETAAAL klingt abschrecken, doch beim zufälligen Reinhören in einen ihrer Songs war ich doch äußerst positiv überrascht. Doch tatsächlich klingt dieser "Heavy Metal", der fachlich akkurat zu attestieren ist, verdammt thrashig und irgendwie muss ich immer an Megadeth minus Dave Mustaine plus guten Sänger denken. Das Riffing, das so variantenreich wie kräftig ist, gibt den Songs etwas, das extrem wichtig ist: Wiedererkennungswert. Die Gitarren sind genau so, wie sie in einer Metalband klingen sollen, Sänger Ronny Munroe macht seine Arbeit ordentlich. Das Rad erfinden Metal Church absolut nicht neu, aber das war auch nie ihre Absicht, statt dessen wird zeitgemäßer Heavy Metal präsentiert, der von einprägsamen Riffs und den mies geilen Gitarrensoli lebt. Größte Schwäche des Albums ist das ruhige und zerfahren wirkende "Temple of the Sea", größte Stärke der gesamte fucking Rest. Vielleicht mag man es Spartenmusik nennen, aber es hat mehr Eier als 90% aller Deathcore-Bands zusammen!

Airbourne - Runnin' Wild (2007)--> 7.8
Stellt euch doch mal vor, AC/DC wären heute jung, voller Energie und bringen ein Album raus. "HELL FUCKING YEAH", wird wohl euer erster Gedanke sein. Nicht? GTFO! Wie auch immer, die (surprise!) Australier Airbourne, deren Sound wirklich sehr an die Band um Angus Young erinnert, hauen auf diesem Album Rock'n'Roll der alten Schule raus, der zunächst irrsinnig fett daherkommt, jedoch schnell abbaut. Bei aller Energie, die wirklich eimerweise aus den Boxen spritzt, große Abwechslung gibt es nicht, wenn man mal vom Tempo absieht. Ich muss jedoch feststellen, dass es nur die wirklich schnellen Songs ("Runnin Wild", "BlackJack") sind die mich rly begeistern, mir bei den Midtempo-Nummern mit Mitsingrefrain ("Too Much, Too Young, Too Fast") jedoch oft langweilig ist. Wer den Sound von AC/DC, dreckige Musik, die in Bars gehört und generell Hard Rock mag, sollte zumindest mal die beiden verlinken schnellen Songs anhören und dann entscheiden, ob es gefällt.

Postet euren Desktop


Another Desktop by ~m0wdamn on deviantART. Ich beauftrage hiermit meine gesamte Blogroll, ob sie wollen oder nicht und aufteufelkommraus damit, ihren Desktop in ihrem Blog zu posten! Und das mir das bloß keiner "Stöckchen" nennt!

Balthazzar am Sonntag, Juli 06, 2008 , 15:00

Einmal Llorett de Mar und zurück (so schnell wie möglich!)

Wuey, seit Sonntag hab ich wieder deutschen Boden unter den Füßen und ich bin ausgesprochen froh drüber...

Erstmal etwas Überfälliges: Vielen lieben Dank für die ganzen Glückwünsche!

Wie manche vielleicht gelesen hatten, habe ich die vorletzte Woche in Spanien verbracht, ursprünglich, um das bestandene Abitur gebührend zu feiern...
Natürlich war ich darauf eingestellt, dass bei einem Urlaub nicht alles unbedingt immer so glatt läuft, wie man es sich am Anfang vorstellt, aber in so einer Häufung hab ich das ehrlich noch nicht erlebt.

Dabei fings schon mit der Anreise an... über 24 Stunden Busfahrt, eigentlich erträglich mit dem gut ausgestatteten Bus, wäre da nicht diese Meute Karlsruher gewesen, die nach gut 10 Stunden Fahrt zustiegen...
Stellt euch ein Rudel Hyänen vor, dann habt ihr ungefähr die allgemeine Lautstärke und den angenehmen Geruch, den diese... Individuen verbreitet hatten (die haben teilweise sogar auf dem Gang gepennt o.O).

Nachdem wir uns zusätzlich in Lyon verfranzt hatten (verdammt, es stinkt unglaublich in Frankreich!) und somit mehrere Stunden auf die Fahrt raufpacken mussten, kamen wir schließlich komplett durch bei unserem Hotel an...

So... genug rumgejammert, ab jetzt wird professionell geflamt!
Das Hotel unserer Wahl war das Evenia Olympic Park Resort, ein Vier-Sterne-Hotelkomplex (vier Sterne in Spanien wohlgemerkt...) .
Die Anlage selbst hat Potenzial mit mehreren groß angelegten Pools und annehmbaren Zimmern sowie gut eingerichteten Restaurant- und Barbereichen.

Leider Gottes muss man für kompetentes Personal sorgen, wenn ein Hotel funktionieren soll...
Es ist kaum zu glauben, aber jedem einzelnen Mitarbeiter scheint "FAIL" dick und fett auf die Stirn geschrieben zu stehn.
Seien es nun die Rezeptionisten, von denen die meisten nur gebrochen Englisch sprechen...
Oder etwa die Putzen, die ein Drei-Mann-Zimmer mit zwei Betten versorgen...
Oder die Köche, die so ziemlich alles Essbare ungenießbar verhunzt hatten (steinharter kalter Reis, Fleisch mit Knochen (oder sollte ich Knochen mit Fleisch sagen?) und und und...)
Oder Mr. Schnipp-Schnapp, der am dritten Tag rumlief und uns unsere All-Inclusive-Bänder abschneiden wollte o.O
Oder...

Ja, oder... Dafür muss ich länger ausholen.
In der Nacht nach dem Spanien-Länderspiel hatten wir uns an der Hotelbar (kostenlos zum Glück...) genug vollgetankt, dass wir uns 'nen schönen Abend am Strand machen wollten. Also gings deutsche Fängesänge gröhlend los.
Nun ja... Spanien ist im Finale, wer war ihr Gegner? Genau, wirklich nen genialer Einfall, ein bisserl patriotisch zu werden...
Ich konnte dann auch garnicht schnell genug gucken, da kam auch schon eine Gestalt aus dem Schatten geschossen, nur um mir eine mitten ins Gesicht zu langen und direkt weiterzurennen, da ein Polizist direkt neben uns stand (seeehr intelligent, die Spanier).

Resultat? Dickes Nasenbluten für gut ne Viertelstunde, 5 Stunden Krankenhaus für den dummen Polizeibericht, zweimal 13 Euro abknöpft für ein sauteures Taxi, am nächsten Tag ne Rechnung von 146 Euro präsentiert kriegen fürs Krankenhaus und schließlich nochmal 3 Stunden vor Gericht warten, um herauszufinden, dass die Verhandlung vertagt wird, da der Polizist nicht anwesend ist...
Geht nicht schlimmer? Als mein Kollege und ich danach frustriert nochmal im Hotelrestaurant essen wollten, ratet mal, wer mich da als Kellner angrinst?
Genau, der Bastard, der mich am Tag zuvor geschlagen hatte...

Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber ich denke ich hab' meine Meinung klar gemacht...

Also... Falls ihr vorhabt, im Evenia Olympic Park Resort in Lloret de Mar Urlaub zu machen, stellt euch drauf ein, vom Hotelpersonal geschlagen zu werden, falls ihr den Fraß dort überlebt!

Jedenfalls hab ich Spanien irgendwie überstanden, nur um in eine noch interessantere Woche zuhaus zu stolpern... Die hat wenigstens hundertmal mehr Spaß gemacht, aber dazu komme ich nächstes Mal!
Ansonsten ist es schön, wieder vernünftig bloggen zu können, denke Mal, in Zukunft werde ich noch unter Beweis stellen, das Balthazzar NICHT das Alter Ego vom PropheT ist!

PropheT am Donnerstag, Juli 03, 2008 , 11:46

Pure Rock Fury

Letzte Woche Dienstag fand im Molotow in Hamburg ein "poetry slam" statt, sprich, Leute tragen ihre Texte (mal ~Standup, mal Prosa, mal Scheissgedicht) vor und es wird ein Gewinner ermittelt. Aus tutandentechnischen Gründen musste ich dort hin und mir das anhören (teils war es sogar ganz gut, teils aber so abartig grässlich, dass ich mir lieber Stacheldraht um die Genitalien wickeln und mich in glühenden Kohlen wälzen würde als es nochma hören zu müssen), als ich dort auf einem Plan las, dass Clutch, ja Clutch, am Montag (dieser Woche) dort spielen würden.
Torte konnte ich nicht überreden mitzukommen, aber Balthazzar erklärte sich, nachdem er am Sonntag aus Spanien zurückkehrte (er hat einiges zu erzählen), spontan dazu bereit mitzukommen. Abendkasse klappte, und nach der recht passablen Vorband "Hutchinson" und langem Gewarte, bei dem der Raum langsam aber sicher brechend voll wurde erschienen dann schließlich Neil Fallon und Band.
Die Performance an sich war super, die Songs wurden auf Albumquali rübergebracht und Fallon erinnert mich immer wieder an eine Mischung aus einem Pastor dieser Amikirchen wo gesungen und getanzt wird und einem wütendem, betrunkenen Aufrührer, wegen dem ein Mob mit brennenden Fackeln durch die Straßen zieht um den Adel zu stürzen. Im positiven Sinne. Vor allem die neueren, flotten Songs wie "You can't stop the progress", "Power Player" (FUCK YEAH!), "The Mob goes Wild" oder "Burning Beard" gingen extremst ab, aber auch ältere Songs wie "The Soapmakers" waren geil und hatten einen enorem Groove. Doch es gibt scheinbar unter Musikern, deren Musik in Richtung Rock'n'Roll geht die verbreitete Meinung, dass das Publikum extrem lange, repetative und langsame Gitarrenparts ohne Gesang mag. Balthazzar und ich sind der Meinung, dass das ganze Programm gestrafft werden müsste, um mehr Zeit für Songs wie die genannten zu bieten (Mice and Gods wäre zB noch gut gewesen!).
Trotz der Längen, in denen wirklich schon Langeweile aufkam, war es ein lohnenswerter, spontaner Abend, da Clutch live eine super Leistung abliefern und mit ihren schnelleren Songs wirklich derbe auf die Kacke gehauen haben, um es mal salopp auszudrücken.


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ist toll!