Von prophet am Sonntag, April 27, 2008 um 16:10

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Angesichts dessen, dass laut Umfrage im Poll-Tab die Mehrheit meiner Leser auf MEEEETAAAAL steht, scheine ich mit meinen kleinen Bewertungen zu einigen CDs ja nicht ganz falsch zu liegen.

Testament - The Formation of Damnation (2008) --> 9/10
Wenn man von 80er Jahre Bay Area Thrash spricht, darf man Testament einfach nicht außen vor lassen. Zwar haben es die Mannen um Chuck Billy nie geschafft, den Berühmtheitsgrad von Metallica oder Megadeth zu erreichen, jedoch veröffentlichten sie in ihrer Karriere genug Alben, die sich auf einer Augenhöhe mit Master of Puppets oder Rust in Peace befinden. Nach Chuck Billys Krebsdiagnose wurde es stiller um die Band, doch nach dem bereits starken Live-Album aus London hauen Testament nun endlich wieder auf die Kacke! Ganz genau so muss Thrash Metal klingen! Vom Wumms der Band ist bisher absolut nichts verloren gegangen, sie haben es immer noch raus, einem in den Arsch zu treten und dabei nie das Lied aus den Augen zu verlieren. Absolute Weltklasse sind die Songs "Henchman Ride" und der Titeltrack, oder auch das verhältnismäßig harmlose "Fear". Zwar hat das Album auch einige kleinere Längen, aber über die kann man allemal hinwegsehen.
Wer etwas revolutionär neues erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Aber jeder, der sagt, er mag Metal, sollte sich Testament anhören, denn dieses Urgestein wird auch die nächsten Dekanden ein Hammeralbum nach dem anderen veröffentlichen. Willkommen zurück!

Megadeth - Rust In Peace (1990) -->10/10
Eigentlich ist es völlig überflüssig noch allzu viel über Rust in Peace zu sagen. Zusammen mit "Killing is my Business..." und "Countdown..." eines der Vorzeigewerke Dave Mustaine's Schaffens, beinhaltet es Klassiker wie den Uber-Ohrwurm "Tornado of Souls" oder "Holy Wars", oder "Hangar 18", alles Songs, denen Megadeth zurecht ihre Position verdankt. Das Gitarrenspiel von Mustaine und (damals noch) Friedmann würde vielen anderen Gitarristen die Finger brechen. Wenn Mustaine jetzt noch singen könnte...aber bei dem Songmaterial fällt das kaum ins Gewicht. Ganz einfach musikalische Allgemeinbildung!


Porcupine Tree - Deadwing (2005) --> 9/10
Mein Problem mit Porcupine Tree war immer, dass sei bei aller akustischer Schönheit doch zu oft in seichte Pop-Gefilde abdriften. Ich las, dass Deadwing ihr härtestes Album sei. Es stimmte. Auf Deadwing ist der E-Gitarren Anteil wesentlich höher als sonst, die Songs meist straffer und teilweise denkt man sich sogar "hey, das könnte Tool sein". Vor allem der Song "Shallow" hat es mir angetan, der bei mir seit Erwerb des Albums rauf und runter läuft, da er einfach die perfekte Härte/Ruhe Balance bietet, aber auch die Songs "Halo", der Titeltrack oder "Open Car" wissen zu überzeugen. Was mich nur ein wenig stört, ist die Zerfahrenheit bei einigen der ruhigen Songs, allerdings gefallen mir die genannten Nummern umso besser und haben etwas, das Porcupine Tree sonst fehlte: Wumms.

Tito & Tarantula - Little Bitch (2000) --> 6/10

Vor allem bekannt durch "After Dark" aus FDTD, haben Tito and Tarantula zwar immer wieder Alben veröffentlicht, die aber nie wirklich extrem erfolgreich waren, zumindest kommt es mir so vor. Ihr Album "Little Bitch" gilt als ziemlich experimentell, denn es beinhaltet diverse Synthies und oft weiblichen Hintergrundgesang. Für mich nicht unbedingt ein Problem, bin ja kein Blues-Purist. Jedoch klingt das Album auf diese Weise schon leicht poppig, allerdings nie zu glattgeschmirgelt. Das ganze kann man wohl nur als Bluesrock bezeichnen...jedenfalls spielen Tito and Tarantula immer noch relativ langsame Musik die in den Hintergrund jeder Bar passen würde, haben einen entspannten Sound und sind angenehme Gammelmusik, eignen sich jedoch weniger zum konzentrierten Zuhören oder für hohe technische Ansprüche.

Too Pure To Die - Confidence And Consequence (2006) --> 6/10
Wohl kaum jemandem ein Begriff. Too Pure To Die machen New York Hardcore Punk, klingen also ziemlich genau wie hatebreed deren trve Version, Sick of it All, allerdings erreichen sie leider nicht deren Klasse, was Songwriting angeht. Ordentlich auf die Fresse gibt es natürlich trotzdem, Frontmann Paul schreit einem die Ohren ab, Breakdowns und Moshparts gibts zum Abwinken, die Gitarren haben nen geilen Sound. Aber die Monotonie, die die großen des Genres durch Songwriting ausgleichen können, wird diese Kapelle irgendwie nicht so ganz los, wodurch eigentlich tolle Lieder wie "Dead to Me" untergehen. Ich würd dieses Album dem empfehlen, der eh auf NYHC steht. Also mir.

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Random Verweise: Referrer, interessanter Trailer, Desktop.

2 Comments:

Blogger Madse sagte...

Ich halte mich schon fuer nen Fan von Bay-Area-Trash, aber mit der Stimme... Wobei die natuerlich fingerbrechskilled sind, bleib ich eher bei Metallica. Testament wird sich demnaechst trotzdem in meine Ohren verirren.

27.04.2008 18:56:00  
Blogger Darth Puma sagte...

Mein Freund hat sich gestern einige CD's von Tito & Tarantula gekauft.
Allerdings ist es nicht meine Art von Musik. Aber das Cover von Little Bitch gefällt mir. *g*

27.04.2008 21:23:00  

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