21st century digital joy
Einige wenige werden sich vielleicht daran erinnern, dass ich schon einmal Experimente mit Desktop-Niveau-Virtualisierung betrieb. Das Ergebnis war damals, dass ich mir mein schönes NTFS Filesystem zerschossen hatte und zwei Partitionen formatieren musste, glücklicherweise ohne Datenverlust. Mir war letztens wieder unbändig danach, Ubuntu auszuprobieren, ohne ein DualBoot aufzusetzen (und ich hab so den sinistren Hintergedanken im Kopf, irgendwie mal diese geleakte Windows 7 Beta auszuprobieren). Da ich aber wenig Lust auf QEMU + QEMU Manager (GUI) hatte, probierte ich mal VirtualBox von Firma Sun (Java, Solaris, inzwischen MySQL, etc) aus. Feststellung: VirtualBox ist um Welten intuitiver als QEMU, nach "Ok" und "Weiter"-Geklicke einsatzbereit, das Aufsetzen der VM ging superschnell und problemlos. Soweit zufrieden mountete ich die .iso, installierte das OS (schneller als auf QEMU, friss das, Fabrice Bellard!) und bootete Ubuntu. Bis dahin war ich zufrieden. Dann öffnete ich probeweise den vorinstallierten Firefox und...Internet ging. Einfach so. Ohne eine einzige Einstellung, ohne Rumgefrickel. It just works. Sun hatte nämlich irgendwelche Netzwerktreiber installiert, was mir zunächst so gar net passte, aber als ich die Resultate sah, war ich beeindruckt. Ubuntu hatte also sofort Internet, ergo sofort Opera dasbesteProgrammderWelt drauf, und ich konnte den Update Manager ausprobieren, den einige Linux-Distributionen so haben. Er funktioniert großartig.Zwar kriege ich bisher den Shared-Ordner zwischen Host und Guest nicht in Ubuntu gemountet, aber ansonsten bin ich wirklich von VirtualBox begeistert. Klare Empfehlung. Das gleiche gilt für Ubuntu - wer bereit ist, ein wenig Einarbeitung zu investieren, bekommt ein auf JEDEN Fall besseres OS als Windows Vistaids, auch wenn das keine allzu große Leistung ist, da dieses programmiert wurde, indem man tollwütige Paviane vor die Tastaturen in Redmond setzte. Weniger toll fand ich Pidgin, den vorinstallierten IM-Client auf Ubuntu, da bleibe ich lieber bei meinem schönen schlanken Miranda. Aber he-hey, wenn ich nun mal Zeit zwischen "Gammeln" und "Arbeiten" (an Halbjahresprojekt für Schule) finde, kann ich mit Ubuntu rumspielen und in meine nicht existenten Bewerbungen schreiben, dass ich erste Erfahrungen mit Linux anhand dieser Distribution gesammelt habe. Vielleicht probiere ich auch noch ein BSD aus, auf dem ja eigentlich fast alles laufen müsste, was auch auf Linux läuft. Nur mal so aus Scheiss.















2 Comments:
Gute Idee, ich werd das mal mit der Win7-beta testen.
Ich musste erst andere Netzwerkadapter bei der VM einstellen, danach ging Internet.
Das ganze läuft insgesamt ganz gut, aber durch die virtuelle Hardware fällt das ganze Desktop-Bling-Bling weg.
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