Von prophet am Mittwoch, März 18, 2009 um 20:18

I'M not locked up in here with YOU.

Nachdem ich nun neulich die Original-Comics gelesen hatte, habe ich mir den Versuch angeschaut, die zwölf Bände in einen Film zu packen, was zumindest als ehrgeizig zu bezeichnen ist. Zack Snyder gab sich dabei Mühe, dem Original treu zu bleiben und möglichst oft die Bilder 1:1 zu übertragen - etwas, das ich sehr zu schätzen weiß und das auch, anders als die Entertainment Weekly meint, gut funktioniert. Seltsam, wenn man genau weiß, was als nächstes passieren wird und wer wo stehen wird, obwohl man den Film vorher noch nie gesehen hat. Die Besetzung ist meiner Ansicht nach großartig gelungen, vor allem Jeffrey Dean Morgan (OMG John Winchester!) und Jackie Earle Haley, der diesen arschcoolen, abgefuckten Soziopathen, der Rohrschach ist, perfekt umsetzt, sind wahre Glücksgriffe. Was ebenso gut gelingt, sind einige nötige Modernisierungen, etwa das Outfit von NightOwl, das nicht exakt gleich ist und dadurch einfach zeitgemäßer aussieht, oder das Ersetzen des Wasserwerfers an Archie durch eine Minigun funktioniert einfach. Etwas, das mich dann doch extrem gestört hat, war die inhaltliche Änderung am Ende (Manhatten statt ALIENS!), aber ich will nichts zerspoilern. Guter Film, gefiel mir. Mit Kenntnis vom Original weit cooler.

2 Comments:

Blogger Okami Itto sagte...

Die 1:1-Umsetzung funktioniert auch meiner Meinung nach zumindest nicht 100 %. Eine Anpassung an das Medium Film hätte schon sein müssen.
Natürlich ist das ein wunderbares Zugeständnis an die Fans, aber es nun mal nicht eigen genug, nicht Film genug. Nicht, dass ich den Film deswegen schlecht finden würde, ganz im Gegenteil. Er ist aber leider nicht das Meisterstück geworden, das ich erhofft habe.

Ansonsten kann ich Dir mit der Besetzung fast 100 % zustimmen. Vor allem die beiden genannten waren wirklich kongenial in ihren Rollen, optisch, wie darstellerisch.
Nur Malin Akerman, aka "Silk Spectre II" aka Laurie Juspeczyk, fand ich nicht so gut. Die war nicht so entsprechend Äquivalent zu der Figur im Comic - und damit meine ich nicht, dass sie im Comic auf nahezu jeden Panel, in dem sie auftritt, schön am qualmen ist und im Film nicht. ;-)

Aber, hach, das Ende. Ich weiß immer noch nicht, was ich von der Film-Version halten soll. Wobei ich sagen muss, dass sie durchaus Sinn macht. Und es ist prinzipiell nur eine kleine, zu vernachlässigende Änderung im Vergleich zum Comic.
Zwar wäre so ein schöner Riesen-Kraken reizvoller gewesen, aber so haben sie zum einen diesen komplexen Nebenstrang aus dem Comic gestrichen, aber zum anderen keine zu schmerzhafte Änderung vollzogen. Ich kann damit leben.

Kenner des Comics dürften in der Regel mehr Spaß an dem Film haben, als Nicht-Kenner. Wobei das bei nahezu jeder Literatur-Verfilmung der Fall sein dürfte. Nur hier halt besonders, weil das schließlich wirklich ein "Quasi-Daumenkino" ist.

Übrigens hier noch ein kleiner, unglaublicher Erfahrungsbericht zu einer Filmvorstellung:

"Kulturelle Idioten. Ich würde das so unterschreiben. Wenn sich der dicke stickende Mann neben mir in der Watchmen Vorstellung, der sich vorher beim Barth Trailer nass gemacht hat, in der Pause darüber beschwert das zu wenig Action vorhanden ist und die ganzen Dialoge doch besser weggelassen worden wären dann ist das für mich ein Idiot.
Genauso sind Menschen die Mario Barth gut finden überwiegend kulturelle Idioten."

(zu Ostermanns Gemächt sage ich jetzt mal nichts)

18.03.2009 21:35:00  
Blogger Maak sagte...

sie hätten dr. manhattan definitiv den blauen nudisten nennen sollen!

19.03.2009 07:46:00  

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