Von Balthazzar am Mittwoch, März 11, 2009 um 16:24

Öko-Fritzen! Überall Öko-Fritzen!

Jepp, für diesen Blog schreibt tatsächlich noch jemand anders als Prophet! Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an mich, ich bin der Typ, der mit jedem Post verspricht, wieder regelmäßig zu schreiben...

Ernsthaft, so langsam bin ich es leid, dass ich seit circa zehn Beiträgen (verteilt auf eine beschämend lange Zeit) ständig die gleiche Einleitung schreibe. Diesmal bin ich mir aber sicher, den kritischen Stresspunkt von wegen Zukunftsplanung überwunden zu haben, also wirds hier jetzt ernsthaft wieder öfter was von mir zu lesen geben. Fürs Erste schaun' wir mal aus der Retrospektive in Richtung Hannover, genauer gesagt auf das Messegelände der CeBit.

Rein von den Zahlen her scheint die CeBit dabei von mäßigem Erfolg gekrönt gewesen zu sein: Bereits im Vorfeld war klar, dass die Zahl der Aussteller sich um 1400 verringert, zudem zog dieses Jahr im Vergleich zum letzten Jahr mit ca. 400.000 Besuchern 20% weniger Leute zur Messe hin. Dazu war der diesjährige Schwerpunkt zudem nicht unbedingt die geschickteste Lösung, um Besucher nach Hannover zu locken: Green IT und Webciety standen auf dem Programm.

Eine Frage: Hat sich von euch jemand groß für die CeBit interessiert? Auch ich wäre nicht hingegangen, hätte ich nicht von einer Freundin Freikarten zugeschanzt bekommen... Naja, ich hätte nicht einmal von ihr gewusst um ehrlich zu sein.

Einen Dämpfer erhielt ich bereits, als ich auf der Homepage nach vernünftigen Ausstellern suchte: Kein namhafter Hersteller von Videospielen ließ sich blicken. Auch letztendlich auf der Messe selbst entdeckte ich nur diverse Guitar Hero Stände, Möglichkeiten, das neue WoW-Addon anzuspielen sowie Electronic Arts-Spiele fürs ObamaBerry...

Höhepunkt der Gamer-Gefühle waren schließlich die Intel Extreme Masters-Turniere. Wobei... Einzig vertretene Spiele waren World of Warcraft, wobei das Finale in ein 20-minütiges Geplänkel zwischen Magier und Priester gipfelte (Magier macht Schaden, Priester heilt sich, Magier macht Schaden...) und STINKLANGWEILIG war. Die zweite Disziplin Counter-Strike 1.6 war zumindest halbwegs unterhaltsam, ich bin nur bis heute enttäuscht, das das polnische Glatzentier aus Team MYM nicht ausgerastet ist... Potenzial nicht genutzt!

Insgesamt boten die Hallen leider eher was für Firmen oder Personen mit ähnlich großen Ambitionen. So konnte man sich technische Spielereien wie mannshohe Buchscanner oder ganze Hallen voller (begehbarer!) Serverkühler angucken. Oder man ließ sich über die Absicherung von Datenbanken aufklären. Oder man besuchte den GreenIT-Bereich um sich über nachhaltige Energie zu infor- BLA!!

Ein Besucher mit langweilig-normalen Ambitionen ("Suche günstigen Spiele-Laptop und die neuesten Games!") wie ich ging dabei.. nun ja, nicht unbedingt leer aus, fühlte sich aber ein bisschen fehl am Platz zwischen den ganzen Informatikern. Vor allem die Anbieter von Laptops waren durch die Bank unfreundlich und haben mich von diversen Marken vertrieben. 

Warum sich der Besuch trotzdem gelohnt hat? Nun... Halle 9 zu einem sehr großen Anteil. Nummer 9 stand für den "future parc" und beinhaltete Entwicklungen aus Universitäten und anderen Instituten aus allen Bundesländern. 

Mein Favorit war dabei ohne Zweifel der Stand des Fraunhofer Instituts. Dort wurde Software wie der "Mood Player" vorgestellt, ein Media Player, der Musik anhand ihrer Instrumente, Rhythmen und anderen Merkmalen bestimmten Stimmungen zuordnet. Für eine aggressive Stimmung hält das Programm dann etwa Stücke mit schnellen Drumparts bereit. Ähnlich beeindruckend war der "Magic Mirror",  wo man sich ein speziell beschichtetes Shirt anzog und dann im digitalen Spiegel direkt die Farbe und das Logo ändern konnte und sich alles laufend den Bewegungen vor dem Spiegel anpasste. 

Leider war nichts davon für den Markt bereit und man wurde auch direkt am Stand vertröstet, dass selbst der Mood Player höchstens in Fragmenten an andere Firmen verkauft wird. So sieht man die Zukunft, hat aber letztendlich nichts davon...

Letztendlich wird man als Besucher durchaus auf der Messe unterhalten, nur besteht von vornherein nicht unbedingt der Anreiz, überhaupt hinzugehen. Falls sich dem Veranstalter nun nächstes Jahr nicht das gleiche Bild am letzten Tag der Messe bieten soll (mehr Leute im Anzug und mit Namensschild als Besucher), sollte man sich etwas Massentauglicheres als "Green IT mit Angie und dem Governator" einfallen lassen!

 

2 Comments:

Blogger Maak sagte...

vor ein paar jahren hamse die privaten besucher noch ausgesperrt und wollten die leute aufe cebit home schicken. haha, das hamse jetzt davon.

12.03.2009 12:15:00  
Blogger PropheT sagte...

Wer sind Sie und was machen Sie in meinem Blog?

...

Find die CeBit zwar interessant, aber nicht interessant genug, um auch wirklich selbst hinzufahren.

12.03.2009 18:53:00  

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