Von prophet am Montag, März 02, 2009 um 17:20

Um des Kraches Willen

Decapitated - Organic Hallucinosis [2006]
Die einzige Musik die aus Polen kommt ist entweder Pop für kleine Mädchen ODER krampfhaft satanischer Black Metal ODER technisch anspruchsvoller Death Metal. Beispiele: Vader, Behemoth, diese Typen. Dabei haben Decapitated leider ganz nicht die Eingängigkeit, die Behemoth so geil macht, spielen aber trotzdem in der absoluten Oberklasse der Liga. Technisch schlichtweg perfektes Gitarrenspiel schwebt irgendwo über dem brutalen Geballer, das im Hintergrund abläuft. Was diese Typen meiner Ansicht nach großartig hinkriegen sind Breaks. Volle Kanne auffe Fresse. Fuck Yeah. Reinhören.


Jello Biafra with the Melvins - Never Breathe What You Can't See [2004]
Jello Biafra, damaliger Sänger der Dead Kennedys, scheint nicht wirklich Probleme damit zu haben, sich zu beschäftigen. Nach dem industriellen Lard mit der Ministry-Instrumentalabteilung kam dieses Projekt, wo Herr Biafra mit den sowieso brillianten Melvins spielt. Die Schnittmenge der beiden liegt natürlich im Hardcore Punk, und tatsächlich funktioniert die Kombination dieser charakteristischen Stimme mit dem abgefahrenen Riffing von Buzz Osbourne und Anhang richtig gut. Die Texte werden von Herrn Biafra beigesteuert und spucken damit jeder Regierung und den Medien dieser Welt mitten ins Gesicht. Unbedingt mal in dieses vor Energie strotzende Punk-Album reinhören!


Russian Circles - Station [2008]
Post-Rock ist ein Genre bei dem ich es verdammt schwer finde, einzelne Künstler geschweige denn spezifische Songs zu deklarieren, die aus der Masse hervorragen. Also es geht, zB bei ISIS oder dem letzten Cult of Luna Album, aber es ist schwierig. Eines der Alben, bei denen ebendies funktioniert, ist das aktuelle Album der instrumentalen Russian Circles. Schwierig zu beschreiben, warum ich diese CD so toll finde. Es mag die absolut gesunde Balance zwischen sphärischem, langgezogenem, hellem Geklimper, heavy Sludge-Anleihen mit Gedonnere, das ISIS seit Mosquito Control nicht mehr hatten und einer überraschenden Eingängigkeit in einigen Songs sein. Absolut empfehlenswert für wirklich jeden. Reinhören.


Toxic Holocaust - An Overdose Of Death [2008]
Big Dick Metal. Nicht zu kompliziert. Kein wirklich gutes Songwriting. Keine herrausragenden Soli. Keine ansprechenden Texte. Trotzdem ist dieses Album verdammt gut. Weil es Arsch tritt. Weil es primitive Riffs beinhaltet. Diese Riffs bleiben im Kopf hängen. Dreckig gespielter Thrash Metal. Stupide. Die Lieder haben keine großen Unterschiede. Der Gesang ist eintönig. Die Produktion ist gut. Dieses Album entzieht mir Nebensätze. Es verleitet zu grunzenden Lauten. Es ist ehrliche, aggressive Musik. Nicht mehr und nicht weniger. Reinhören. Headbangen.

3 Comments:

Blogger Darth Puma sagte...

Und wieder einmal kenne ich nichts und finde dafür aber die Cover ansprechend.

02.03.2009 19:46:00  
Blogger PropheT sagte...

Vermutlich gefällt dir (bis auf Russian Circles) auch nix davon.

03.03.2009 20:26:00  
Blogger Madse sagte...

Decapitated is ja ma n derber Nackenbrecher... Gefaellt mir

06.03.2009 21:43:00  

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