Schreckliche Dinge sind passiert
Die Mehrheit derer, die ich fragte, sagte, dass der Zweck die Mittel heilige. Nur die alte Frau (19) war sich unsicher. Auch ich bin nicht schlüssig. Ist der Kollateralschaden wirklich mit dem Endergebnis zu rechtfertigen? Vor allem steht meine Reputation auf dem Spiel! Was soll das Internet bloß von mir denken?Andy Strauß ist großartig. Von diesem "Poetry Slam"-Ding habe ich eigentlich immer wenig gehalten, aber eine Veranstaltung zu diesem Thema in unserer Schule brachte mich und diverse andere auf diesen abgedrehten Kerl, der ebenso großartig schreibt wie er vorträgt. Diese dreckigen Faschistenschweine von Lehrbeamten versuchen, die freie Entfaltung der Lyrik, die der essentielle Grundbaustein dieser Idee ist, in Schablonen zu pressen, zu regulieren, zu normieren und es nach dessen Vergewaltigung löffelweise an Schüler zu füttern, die so erst recht keinen Zugang zu jeglichem Schreiben finden. Es ist einfach nur verkehrt. Faschismus ist doch auch ein großes Thema in V for Vendetta, oder? Da wird doch auch die Grundsatzfrage diskutiert, ob der Zweck die Mittel heilige, da V selbst zwar ehrenhafte Ziele verfolgt, diese jedoch mit inakzeptabler Gewalt durchsetzt. Hach, ich weiß nicht. Andy Strauß ist ja son gutes Beispiel, in beiderlei Hinsicht. Geschmäcker können sich ja ändern. Tun sie ständig. Gestern Abend hab ich laut Acid Jazz gehört, heute find ich das voll scheisse. Aber ändern sich Prinzipien und noch gravierender - meine? Poetry Slam fand ich erst doof. Aber was der Strauß abzieht ist mehr als beeindruckend.
Das Problem mit Andy Strauß ist, dass man ihn selbst sehen muss. Und das gilt nicht nur für ihn. Bei vielen Dingen in Earth Two, auch als Internet bekannt, bringen Umschreibungen wenig, man muss es mit eigenen Augen und Ohren miterleben. Sonst ist es wie beim an sich tollen Nerdcore, wo jede Überschrift eine mehrseitige Zusammenfassung des Inhaltes ist, darunter ein Video und wiederum darunter ein Kommentar wie "holy mother of fuck!". Heiligt der Zweck die Mittel? Herr Lott, dessen Kaliban einer der Gründe war, warum ich A World to Come je angefangen habe, hat es bereits getan und ich finde es bei ihm sehr elegant und unaufdringlich. Aber kann ich alle meine Prinzipien verraten, über meinen eigenen Bash hinwegsehen und aus mir den letzten, schmutziger Hipster-Faggot machen? Der Zweck ist nobel. Es geht darum, dass es so viele tolle Dinge gibt auf der Welt, bei denen ich wie das Orakel aus Matrix sein muss: Ich kann euch nur die Tür weisen, durchgehen müsst ihr ganz alleine. Aber das hinter der Tür ist so irre, das müsst ihr sehen! Guter Zweck. Böse Mittel.
Soll ich (ICH!) mir einen Twitter-Account erstellen, um hier auf A World to Come deren Widgets für eine Art One-by-One-Linkdump mit Archivierung zu missbrauchen, und für nichts anderes? OH GOTT! HALTET MICH AUF!!!!
Update #1: Scheinbar sind deren Server grade komplett inne Grütze. Das zögert das Ganze hinaus. Stoppt mich.
Update #2: Fuck. Es ist zu spät. Ihr wart zu langsam. Die neue Leiste wird definitiv noch hübsch gemacht, ansonsten find ichs vom Ding her gut. Der Zweck heiligt die Mittel.














2 Comments:
Noe, solltest du nich, aber wer soll dich denn AUFHALTEN?
Du hast deine Seele an Twitter verkauft ;-) Schäme dich!
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