Von prophet am Dienstag, Juni 30, 2009 um 20:00

Alles muss raus

// Kevin Smith, bekannt als Silent Bob, zuletzt gesehen in Die Hard 4 und verantwortlich für Clerks, Mallrats, Chasing Amy, Dogma, Zack and Miri Make a Porno et cetera, hat eine zwei drei DVDs veröffentlicht, die Aufzeichnungen seiner Question & Answer Veranstaltungen beinhalten, bei denen das Publikum Fragen an ihn stellt, die er in unfassbar ausschweifender Weise mit Erzählungen aus seinem Leben beantwortet, da ihn ein Thema immer auf das nächste bringt, so dass man sich oft fragt, wie er jetzt auf grade das gekommen ist. Das ist aber nicht schlimm, denn dieser Typ erzählt eine Menge wirklich super lustiger Geschichten im Plauderton. Vor allem die Storys über Jason Mewes, der Jay spielt, sind total gaga. Kann man sich super angucken und über seine Erzählungen lachen, wenn man mal zuviel Zeit hat. So wie ich.....*räusper*.....

// Bastele grade an ner schlichten Homepage rum, da ich öfters von einer bunten Palette von Leuten bedrängt wurde, für sie "da mal irgendwie sone Hooohmpeeeetsch zu machen". Hab mich entschieden, mich nicht zur Hure von Joomla zu machen und stattdessen ein eigenes Mini-CMS zu bauen, das dann einfach nur mit PHP Inhalte aus .txts importiert und in die .htmls einfügt, zumal diese Seiten keine regelmäßigen Updates erführen. Um PHP zu testen XAMPP installiert, was nen Apache-Server, mySQL Datenbank und Interpreter für Perl und eben PHP sowie Filezilla beinhaltet. Empfehlenswertes Softwarepaket, das einfach zu handhaben ist. Das einzige, das ich noch nicht auf die Reihe gekriegt habe, ist die FTP-Funktionalität, was wohl daran liegt, dass mein Router Ports forwarden muss, was noch nicht der Fall ist. Nun springt mir eine Frage mit dem Arsch voran ins Gesicht: Was ist jetzt nochmal so revolutionär an Operas "Unite"? Dass sie dem ganzen eine einheitliche Benutzeroberfläche geben? Bullfuckingshit.

// Ich weiß, es wird langweilig. Wir hatten es schon. Es tut mir leid. Ich fasse mich auch kurz. Erm. Seehofer. Diese CSU-Witz, äh, -Galleonsfigur, basht seinen Kollegen (und ich werde es wirklich jedes mal ausschreiben, da bin ich gnadenlos) Karl-Theodor Ingrid Waldemar Hugo Schnuffi Adelbert Schnitzel von und zu Guttenberg dafür, dass er bei der Rettung von Quelle mit ihren Katalogen, den Bibeln der Konsumgesellschaft, gezögert habe. Gezögert! Dabei geht es doch um so viele Arbeitsplätze! Ich sage: Der Bundestag hat die höchste Verschuldung aller Zeiten beschlossen und wirft nun eimerweise Geld aus dem Fenster für ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell aus den 60ern stammt und somit absolut nicht zukunftsträchtig ist. Welche(r) unter 30-Jährige bestellt denn bitte noch aus Quelle-Katalogen? Um Herrn Parino zu zitieren: "brauche quelle nicht. bestelle bei amazon. sollten das daher lassen". Auf den Punkt. Das Argument für die Kataloge ist, dass alte Leute in ländlichen Gebieten weiterhin auf sie angewiesen wären, weil so ein Kompuhter zu kompliziert einzuschalten ist. Aber wieso macht die Bundesregierung es dann nicht wie 'bama bei GM, der eine Umstellung auf ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell als zwingende Bedingung für eine staatliche Investition fordert? Weil das zur CSU passt. Vollkommen weltfremd, nicht zukunftsorientiert, reaktionär. Geld reinpumpen, um dem sterbenden Koloss im Fall noch ein wenig Luft zum Atmen zu erkaufen. Alle den Arsch offen.

// In den letzten Wochen und Monaten regelmäßig Jello Biafra in allen Formen gehört. Der damalige Sänger der Dead Kennedys (nie gehört? GTFO my blog!) hat neben seiner Musik auch diverse Spoken-Word Alben veröffentlicht, in denen er die amerikanische Politik der Bush-Ära zerfleischt, was ich mir desöfteren via last.fm streamte. Auf diese Weise stieß ich auch auf die unzähligen Kooperationen, die er mit anderen Musikern einging. There is always room for jello. Einige sind gut, wie etwa die mit den Melvins, andere eher langweilig, wie die mit NoMeansNo oder D.O.A.. In perversem Ausmaße großartig hingegen ist die mit Mojo Nixon, dessen Musik irgendwo zwischen Rockabilly und Alternative-Country liegt. Americana halt. Die beiden veröffentlichten letztes Jahr zusammen ein Album namens "Prairie Home Invasion", das irgendwo zwischen Country und Punk liegt, von simplem Punk-Geriffe in manchen Songs über Ghost Riders-artige Refrains bis zu Honkey Tonk Klavier in anderen Liedern eine unfassbar hohe Bandbreite besitzt und jedem Song ein eigenes Gesicht gibt. Ganz dringlicher Tipp, da mal reinzuhören.

// Ja, mir fiel einfach kein Titelbild ein.

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2 Comments:

Blogger Phan-Thomas sagte...

Warum denn 'ne eigene Homepage? Wenn eh nicht viel dran gemacht wird, tut's dann nicht ein, öhm, leicht modifiziertes Weblog auf Wordpress-Basis? Das ist doch sicher komfortabler, oder?

01.07.2009 23:35:00  
Blogger PropheT sagte...

Najaaa. Die Seite ist wohlgemerkt nicht für mich selbst. Wordpress würde das ganze sicherlich zunächst einfacher machen, aber ich will mal ne Seite komplett selber gebaut haben, mit Content Management und allem drum und dran, und ohne Wordpress bin ich auch nicht an irgendwelche Themes und Software-Updates gebunden.

02.07.2009 14:47:00  

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