Noise Pollution
Pelican - What We All Come to Need [2009] [♫]Zu heavy für Post-Rock, aber in Ermangelung eines brüllenden Sängers und regulären Geschredderes etwas seichter als Neurosis und Konsorten, fehlte es mir bei den instrumentalen Pelican bisher an künstlerischen Machtdemonstrationen. Die kommen nun auf WWACtN. Zwar ist man bei weitem nicht so experimentell wie etwa Grails, bietet aber (auch durch die Gastmusiker (im Schlusssong sogar mal mit Gesang!)) in gewissem Maße Abwechslung, obwohl die Songs wie aus einem Guss wirken. Dabei sind viele Passagen eingängig und so schaffen die Amis tatsächlich ein Album, das sich vor brillianten Vergleichswerken wie Wavering Radiant oder Eternal Kingdom überhaupt nicht verstecken zu braucht - auch wenn es nicht ganz deren Epik erreicht. Empfehlung, nicht nur für den, der eh schon alle anderen Post-Dingsda-Bands hört.
Behexen - My Soul for His Glory [2008] [♫]Es wird winterlich da draußen, es ist Black Metal Saison! Dabei würde ich aber nicht unbedingt zu Behexens 2008er LP greifen, denn irgendwie störe ich mich an diesem Album. Es ist zu sehr zwischen den Stühlen. Zu jedem Kriterium fällt mir ein Album ein, das es besser macht. Es besitzt nicht die Majestätik, die "In the Nightside Eclipse" durch Symphonik erschafft, es ist nicht so BRUTAL schnell wie "Hellfire" von 1349, es ist nicht so extrem rau, kalt und kratzig wie "Transilvanian Hunger", es ist nicht so..."besessen" wie die Hälfte aller Mayhem-Alben. Dabei sind bis auf "6.6.6." gar keine wirklich schlechten Songs dabei - aber in einem selbsterklärt elitären Genre wie Black Metal muss sich dieses Album solche Vergleiche gefallen lassen, und da kann es in keinem Kriterium voll überzeugen. Lieber ihre früheren Releases anhören.
Zozobra - Harmonic Tremors [2007] [♫]Out of fucking nowhere kommen Zozobra, ein Nebenprojekt der Herren von Old Man Gloom und wagen es auf ihrem Debüt, "The Ocean minus Klavier und dicke Streicherarrangements" mit "Torche minus poppige Gutlaunigkeit" zu mischen. Klingt das in der Praxis so gut wie in der Theorie? Oh ja! Zwar merkt man, dass die Herren auch Hardcore-Gekloppe oder die Ambient-artige Musik beherrschen, die etwa Pelican hauptberuflich machen, aber stattdessen reißen sich Zozobra am Riemen und geben ihrer Musik einen fast schon rockigen Unterbau. Warum mich das so beeindruckt? Die vergleichbaren Kylesa haben drei Alben gebraucht, um ihren Sound in gesunde Proportionen zu bringen! Ich habe in ihr zweites Album noch nicht reingehört, aber wenn sie sich noch steigern, dann spielen sie für mich in der ersten Liga mit.
Ich weiß, letzten Endes mag ja doch niemand die Musik, über die ich hier schreibe. Aber wenn dann einmal alle 10.000 Jahre, wenn der Orion im Hause des Wassermannes steht und die Schwaben, äh, Schwalben tief fliegen jemand hier vorbeikommt und auch nur eine Musikempfehlung von mir zu schätzen weiß, dann triumphiere ich!














1 Comments:
Hallo, happy blogging...!!!
Wollte nur mal einen Gruß da lassen. War zu Besuch auf deinem Blog. Wünsch noch einen schönen Tag.
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