Von prophet am Freitag, Februar 20, 2009 um 19:57

Twatter

Dass sog. "Web 2.0" (ich HASSE diesen Begriff) Services in der Aufmerksamkeit des Hobby-Journalismus stehen ist nicht weiter verwunderlich und nicht weiter bedeutend. Aber wenn schon die FAZ oder CNN (heute im TV gesehen) drüber berichten, dann finde ich das bemerkenswert. Subjekt des Berichtes ist Twitter, das sich nun ja schon seit längerem zunehmender Beliebtheit erfreut. Twittern ist wie Bloggen, nur mit sehr kurzen Texten, dadurch schneller, afaik ohne Bilder und meiner Ansicht nach nichts anderes als ein Instant Messenger ohne feste Gesprächspartner. Dadurch ergibt sich auch schon mein größer Kritikpunkt an der Plattform: Wer im IM mit jemandem schreibt, der kann seinem Gesprächspartner jeden belanglosen Dreck erzählen, man weiß ja, mit wem man da 'spricht'. Bei Twitter wird es aber in die gesamte Welt hinausgepustet. Bedarf es wirklich einer Plattform, in der jeder Hans Wurst seinen langweiligen Alltag mit der Welt teilt? Sind andere Menschen tatsächlich so interessant, dass man quasi live mitverfolgen muss, was sie tun? "Mein Rücken juckt", "Habe Langeweile" und "Stuhl heute hart - muss bequemere Sitze kaufen" halte ich für Dinge, die keiner Publikation bedürfen und selbst wenn dies der Fall wäre sind die getwitterten Texte wohl kaum so ausformuliert, wie es andere Medien erzwingen würden, so dass Twitter auch kaum lyrischen Wert bietet.
Das Medium für sich entdeckt haben auch schon Politiker, um möglichst volksnahe und modern zu erscheinen - Obama macht es, wie so oft, vor. Thorsten Schäfer-Gümbel bzw jemand, der sich für ihn ausgab, machte es im hessischen Wahlkampf nach. Wer allerdings scheinbar noch nicht den Weg zu Twitter gefunden hat sind Geschäftsleute, die daraus wirklichen Profit schlagen. Bisher wird mit Twitter kein Geld verdient, was Ansatz der FAZ ist. Die Herrschaften von Spreeblick meinen, eine Antwort gefunden zu haben, nämlich Premium Accounts, die etwa SMS-Support böten. Jedoch finde ich diese Idee zu kurzsichtig. Youtube etwa hat weit mehr User als Twitter, wirft aber nicht ansatzweise so viel Gewinn ab wie Google zum Zeitpunkt ihrer Großinvestition gehofft hatte. Das selbe gilt für 4chan: 5 Millionen Visitors pro Monat, trotzdem ist Moot immer noch pleite. Mögen auch einige Potential in dem Medium Twitter, oder sagen wir lieber, in dem Medium, das Twitter werden könnte, sehen, ich glaube kaum, dass das Modell langfristig wirklich Geld einbringen wird. Was passiert, wenn man viel, VIEL Geld in Dinge investiert, deren Werte großen Schwankungen unterlegen sind und die an sich keinen Sachwert haben, sieht man in den Börsencrashes die schon zwei Mal zu Weltwirtschaftskrisen geführt haben, oder, um ein weniger drastisches Beispiel zu nehmen, zum Platzen der IT-Blase im Jahre 2000. Meinungen zum Thema Twitter?

Von prophet am Donnerstag, Februar 19, 2009 um 16:22

Die Klampfe macht's

Frauen sind sehr komische Menschen. Sie sind oft wankelmütig und dickköpfig zugleich. Sie schwärmen in abstraktem Maße für berühmte Männer, ohne diese zu kennen, sondern sie übertragen die von denen gespielten Rollen auf die Schauspieler. Die Herren sind wesentlich praktischer veranlagt. Die gehen nicht von charakterlichen Eigenschaften aus, sondern von "die sieht nach drei Stunden in der Maske SO aus, also sieht sie im Normalbetrieb SO aus, ergo lecker". Wie schon uns Adolf sagte: "Gleich dem Weibe, dessen seelisches Empfinden weniger durch Gründe abstrakter Vernunft bestimmt wird als durch solche einer undefinierbaren, gefühlsmäßigen Sehnsucht nach ergänzender Kraft, und das sich deshalb lieber dem Starken beugt, als den Schwächling beherrscht". Frauen, die anfällig für irrationales sind, glauben, sie können Geschehnisse aus Filmen auf die echte Welt übertragen. Bestes Beispiel ist Joaquin Phoenix, der nach einem mehr als peinlichen Interview und einem noch erbärmlicheren Rap-Auftritt ein heruntergekommenes Wrack ist. Trotzdem heißt es dann über diesen Versager, dass er ja immer noch irgendwie süß sei und man ihn hochpeppeln müsste. Wie die Mitmlöffel. Und das alles, weil er mal Johnny Cash gespielt hat.
Wie dem auch sei. Frauen schwanken in ihren Geschmäckern, was die Herrenwelt angeht, ja oft. Meist in dämliche Richtungen. Die eine Woche ist es der schmierige Bling-Bling-Typ aus dem Club mit dem rosa Polohemd und dem Diamantohrring, dann ist es der starke Naturbursche, dann der gefühlvolle lebende Rollkragenpullover, dann erneut der Partyvollpfosten. Doch es scheint eine Art von Mann zu geben, die allen Frauen konstant gefällt: Der leicht sensible Künstlertyp mit dem Saiteninstrument. (Phoenix -> Cash -> Gitarre) Aus physikalisch mathematisch chemo-biologisch nicht erklärlichen Gründen braucht der größte Kasper nur eine Gitarre um den Wanst zu tragen und schon kommt er bei den Frauen großartig an. Auch wenn er musikalisch eher unbedarft ist, das Saiteninstrument bringt es. Niemand weiß wieso, aber es zieht. Und darum hab ich jetzt eine Ukulele.

(Beschwerden seitens der Damen bitte in die Comments)
(they see me trolling, they hating...)
(*provozier*)

Von prophet am Freitag, Februar 13, 2009 um 22:13

Angeschwärzter Schwing?

Es gibt auf der Welt doch alle denkbaren Unmöglichkeiten an musikalischer Rekombination. Wieso bin ich trotzdem nicht in der Lage, ein Crossover von Black Metal und Swing zu finden? Ich höre in letzter Zeit viel von beidem - Swing vor allem in Form von Mr. Frank Sinatra, einem der beiden besten Sänger aller Zeiten - Black Metal viel in seiner klassichen Form wie etwa den alten Celtic Frost (To Mega Therion ist der Hammer). Aber eine Mischung aus beiden ist mir bisher nicht untergekommen. Sicher, es ist in hohem Maße Nischenmusik, aber warum ist da noch keiner drauf gekommen? Ich möchte im Prinzip eine Big Band mit Frost von Satyricon an den Drums, Trompeten die wie die Gitarren von Bands wie Tsjuder spielen und einen Swing-Sänger an der Spitze, der viele Jahre mit Abbath von Immortal verbracht hat. Ich will Lieder wie "Fly me to the Funeral Moon" hören. Na los, Internet, erfinde diese Musik.

Von prophet am Samstag, Februar 07, 2009 um 23:24

Reflection

Die Leute, die draußen eilig durch den leichten Regen liefen, erschienen durch das Fenster, an dem die Tropfen herabronnen, als verschwommene, dunkle Silhuetten. Es regnete immer. In den Pfützen auf den Etagen-Straßen spiegelten sich die Leuchtanzeigen der freien Megacity wieder. Der junge Mann in dem dunklen, leicht beengten Apartment kratzte sich in seinem stoppeligen Bart und blickte durch die Scheibe. Die Musik, die er hörte, war vor über einhundertfünfzig Jahren entstanden, als Untermalung für einen Film, den heutzutage niemand mehr kannte. Auch wenn ihm die damalige Gesellschaft weiterhin Rätsel aufgab und er die Denkschemen dieser Zeit als furchtbar empfand, er musste eingestehen, dass sie damals gute Musik gemacht haben. Immer wenn eine Kultur ihre Blüte erreicht hat dauert es nicht mehr lange, bis sie sich selbst zerstört, dachte er sich. So war es mit den Sumerern, so war es mit Rom, so war es mit Amerika. Es wiederholt sich alles.
Mit einem blubbernden Geräusch ploppte ein kleines Symbol auf dem Bildschirm neben ihm, der zwischen den Papierstapeln fast verschwand, auf. Es stellte ein läutendes Telefon dar, bei dem der altmodische Hörer bei jedem blubbernden Klingeln auf und ab hüpfte. Erst nach mehrfacher Meldung reagierte der junge Mann und schaute auf den Bildschirm. Neben dem Symbol stand ein Name: "Der Alte". Mit einem Seufzen legte er seine Finger auf den Bildschirm und zog ein Menü hervor, in dem er die Kamera seines Systems ausschaltete. Danach schob er das Menü zurück in den Tray und drückte auf das Symbol mit dem Telefon. Ein Fenster entstand und ein älterer Herr mit mächtigem Schnurrbart, einem freundlichen Gesichtsausdruck und ledern wirkender Haut erschien. Er wirkte müde, erschöpft, aber die Augen hinter seiner Brille waren hellwach. "Guten Abend, mein Junge", grüßte er den Bewohner des Apartments, der sich in seinem verschlissenen Ledersessel zurücklehnte. "Lass mich raten, die Kamera ist aus, weil es bei dir wieder wie Sau aussieht", sagte der Mann und lachte kurz, im Gegensatz zum Angesprochenen. "Was gibt's denn?", fragte dieser und regelte die Lautstärke der Musik ein wenig runter.
"Nun, äh, ich wollte nur mal hören, wie es um dich und eine feste Anstellung steht!", erklärte sich der alte Mann. "Weißt du, es wird wirklich Zeit, dass du was findest. Nachdem du ja das mit dem Studium vorzeitig beendet hast", der Ton seiner Stimme ließ seinen Unmut durchscheinen, "musst du endlich mal was festes haben. Du weißt, und das kann ich nicht oft genug sagen, wenn du äh, also hier bei uns gibt es immer Arbeit, der Konzern würde dich mit Sicherheit..." "Nein", fuhr der jüngere Mann dazwischen. "Nein, ich habe nicht vor, für den Kraken zu arbeiten." Bei der Erwähnung des abfälligen Spitznamens des Weltkonzerns schaufte der Alte. "Vergiss es. Wir hatten dieses Gespräch schonmal. Und wieder und wieder. Ich bin es leid. Ich bin nicht umsonst die die freie Megacity gezogen. Du weißt genau, warum. Wenn dein Scheisscon da seine Bür...", führte er aus, aber der Alte fiel ihm ins Wort. "NICHT solche Bemerkungen, Sohn! Hier hättest du wenigstens einen gesicherten Job mit Perspektive. Nicht dieses Herumgelungere und das Hoffen, dass sich dir irgendwann irgendwas bietet. Wie viele Bewerbungen hast du überhaupt diesen Monat geschrieben?". Der junge Mann rutschte auf seinem Platz hin und her. "Diverse. Genug. Ne ganze Menge. Ja." Sein Vater hob eine Augenbraue. "Ach? Und wie viele davon haben dir auch geantwortet?" Unauffällig blickte er in die Liste mit seinem Posteingang. Er enthielt diverse Newsletter, einige Rechnungen, zwei alte Passwort-Aufrufe und einen Haufen Mails der jungen Frau, bei der er sich zwar nicht wirklich reelle Chancen ausrechnete, aber an die er jeden einzelnen Tag immer wieder denken musste und die ihm, so sehr er sich auch zunächst dagegen wehren wollte, den Verstand geraubt hatte. Irgendwie waren alle Frauen uninteressant und beliebig, nur diese nicht...er seufzte. "Nun?", wollte der ältere Herr am Telefon weiterhin wissen. "Ähm...fünf, NEIN, sechs, ja, äh, sechs", erfand sein Sohn schnell, um seinen Vater zufrieden zu stellen und ihn somit mit seinem Generve zu stoppen. Dieser schien es ihm abzukaufen. "Tja. Denn. Dann äh, melde dich so bald wie möglich bei denen zu einer Vorstellung.", empfahl er. "Bei uns ist alles wie gehabt. Deine Mutter stellt das Haus mit immer mehr Pflanzen voll, man kann keine zwei Schritte gehen, ohne über irgendein Gewächs zu stolpern." Aus dem Hintergrund rief jemand etwas, und der Alte antwortete mit einem "Jaja". "Ich soll dich von ihr grüßen.", sagte er. Der junge Mann nickte unbewusst. "Wie geht es dir?", fragte er nach einigen Sekunden. Sein Vater räusperte sich. "Naja, zur Zeit ist es auf der Arbeit recht stressig. Dieser Konflikt im Norden mit X-on ist ein bürokratischer Albtraum, was da alles an Dokumenten verfasst werden muss..." "Du meinst das Blutbad, dass euer Con mit denen da oben anrichtet? Konflikt. Ha. Aber das meinte ich nicht.", erwiederte der junge Mann. Er sah, wie sich der Blick seines Vaters kurz senkte, um dann wieder kraftvoll gradeaus in die Kamera zu blicken. "Alles in Ordnung. Weißt du, die Firma hat wirklich gute Ärzte. Mach dir da keine Gedanken.", antwortete er mit einem Tonfall, der jeden überzeugt hätte, dass alles bestens sei, nur sein Sohn kannte seinen Vater so gut, dass er die bewusst sichere Betonung durchschaute. "Wie dem auch sei", fuhr dieser fort, "wenn du es schon ablehnst, für die Leute zu arbeiten, die deine Schulausbildung gewährleistet haben und die den Arzt bezahlt haben wann immer du krank warst und die..." "Jajaja." "...dann solltest du wenigstens von dir aus einen anderen Weg finden, durchs Leben zu gehen. Und dabei wünsche ich dir viel Glück.", schloss der Alte seine Rede. Sein Sohn brummte zustimmend in Richtung des Bildschirmes. Es folgten einige Sekunden Stille, nur die leise Musik und das Prasseln des Regens füllten den Raum. Und natürlich der Lärm der freien Megacity, aber irgendwann nahm man den nicht mehr wahr.
"Tja, dann..." "Dann..." "Schüss..." "Machs gut.", verabschiedeten sich die beiden voneinander. Der junge Mann lehnte sich nach vorne und drückte auf den Bildschirm, um das Gespräch zu beenden, dann drehte er die Lautstärke der Musik wieder höher. Er schaute aus dem Fenster. Es regnete. Wie immer. Sein Kopf wandte sich den Stapeln auf seinem Tisch zu, und er zog einen Zettel aus einem der vielen Haufen hervor. Mit seinen Händen strich er den Brief glatt und las erneut die ersten Zeilen darauf. "Sehr geehrter Herr Kaine, hiermit würden wir sie gerne zum Vorstellungsgespräch in den Whitewater Park blablabla freie Megacity blablabla Dienstag den 20ten blablabla mit freundlichem Gruß". Er faltete den Zettel und warf ihn auf seinen Tisch. Seine Gedanken gingen wieder an den Punkt, zu dem er sich in den letzten Tagen durchgearbeitet hatte. Wenn schon meine Seele verkaufen, dann an den Höchstbietenden. Es regnete weiter, die Musik spielte fort. Der junge Kaine setzte eine Mail für Whitewater auf.

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Von prophet am Mittwoch, Februar 04, 2009 um 20:43

Maledikt

Scheinbar dreht die ganze Welt durch, weil ein alter Mann, über den bei seiner Amtseinführung gesagt wurde, er sei sehr konservativ, der einst meinte, es müsse mehr missionarische und weniger humanitäre Arbeit in Afrika geleistet werden (mehr Bibel lesen und weniger Brot für die Neger), dessen Arbeitskleidung ein KLEID ist, einem Mitglied seiner Gemeindschaft, die der Ansicht ist, dass ein allmächtiges Gespenst vor wenigen tausend Jahren die Erde durch MAGIE erschaffen hat, sich zu der Aussage hinreißen lies, dass es in den spätern 30er und 40er Jahren des 20ten Jahrhunderts keinen Massenmord an Juden durch Nationalsozialistische Konzentrationslager gab, Absolution erteilte. Als sich dann die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, angesichts dessen, dass der alte Mann in dem Kleid aus ihrem Land stammt und dessen Äußerungen vielleicht die Beziehungen Deutschlands zu Israel, das ja grad die Finger auf den Feuer-Knöpfen für ihre Raketen hat, verschlechtern könnten, obwohl er ein Amt bekleidet, das eigentlich über jeder Nationalität steht und unpersönlich sein sollte, dazu hinreißen lies, mal mit der Kanzlerfaust mit aller Gewalt auf den metaphorischen Tisch zu schmettern und klipp und klar, quasi unmissverständlich und mit majestätischer Stimme zu verkünden, dass "da doch mal Klarheit geschaffen werden müsse", reagierte der Vatikan mit der Erwachsenheit und der Würde, die man einer solch alten und aus mir unerklärlichen Gründen bedeutenden Institution erwartet, nämlich indem man, so sinngemäß, mit einem "MAUL!" antwortete. Wie also ist es nun dem verwirrten Schaf, das seinen Weg an der Versuchung des Teufelswerkes der modernen Gesellschaft vorbei hin zur Erlösung durch ein gesittetes Leben sucht, möglich, Vertrauen in den alten Mann zu fassen, der in der Öffentlichkeit ein Kleid trägt, davon erzählt, wie wichtig es ist, jeden Tag das allmächtige Gespenst zu loben (da es sonst mit Flammendem Schwerte auf die Zweifler niederfährt, wie man es jeden Tag erlebt), und der der Auffassung ist, dass eine so große Organisation wie der Vatikan am besten in der Gegenwart beraten ist, sich an erzkonservative Werte zu klammern? Wie?

Kurzum: Wieso wird bitte so ein Aufstand gemacht wegen so einer SCHEISSE?

Von prophet am Sonntag, Februar 01, 2009 um 17:51

5x Filmschrott 2009

1. Underworld: Rise of the Lycans
Die Idee der Serie gefiel mit im ersten Teil: Vampire gegen Werwölfe? Cool. Aber die Filme begingen drei Fehler: Erstens, Kate Beckinsale hatte viel zu viel Kleidung am Leib. Zweitens, es wird Partei ergriffen. Drittens, die Story wird durch das Geschmuse zwischen Kate und ihrem Hybrid-Freund versaut. Es muss aber auch deutlich gesagt werden, dass der zweite Teil bereits deutlich gegenüber dem ersten abfiel. Nun soll also ein weiterer Teil gemacht werden, ein Prequel, in dem erzählt wird, wie es zum Konflikt zwischen Werwölfen und Vampiren kam (wurde das nicht schon deutlich genug?). Der Film muss außerdem ohne Frau Beckinsale auskommen und konzentriert sich statt dessen auf Viktor (der böse alte Mann) und Lucian (das Alphamännchen der Werwölfe). Entweder hat sie gemerkt, dass das Szenario ausgereizt ist, oder der Film muss mit einem so niedrigen Budget auskommen, dass sie nicht mehr drin war. So oder so, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Underworld III kein äußerst schäbiger Film wird.

2. Friday the 13th
Der inzwischen zwölfte Teil der Schlitzer-Reihe um den Mann mit der Eishockeymaske und der Machete vom Crystal Lake. Ach du Kacke. Also...von den wirklich alten Teilen der Serie habe ich den allerersten und "Part VIII: Jason Takes Manhattan" gesehen - oh Gott waren die scheisse. Also so richtig. So richtig richtig. Freddy vs Jason hingegen fand ich großartig, Jasons Darstellung darin erstmalig tatsächlich gut. Trotzdem kann ich mich nicht für das Remake begeistern, da bereits in der Ankündigung die Rede von der "group of college kids up for an all-thrills weekend" ist und da der Charakter Jason einfach keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten hat. Einen Freddy Krüger kann man oft aufgreifen, weil der Kerl einfach Spaß an seinem Job hat und dabei auch das Publikum unterhält. Ein vor sich hin stinkender Jason Vorhees aber, der nur hinter kreischenden Teenagern herstampft und sie dann in Stücke haut, das wird sich auch nach all den Jahren nicht verändern. Technisch wird der Film vllt besser sein als die anderen - inhaltlich nicht.

3. Street Fighter: The Legend of Chun-Li
*tieflufthol* Ok, also gut, jetzt gehts ans Eingemachte. Hui. Also es gibt da ja schon eine gewisse Verfilmung mit dem Van Damme, die die Messlatte bereit in den Erdboden gedrückt hat. Aber dieser Film wird sie trotzdem nicht höher legen! Weil es nämlich nicht Ken und Ryu in den Hauptrollen sind, sondern, wie der Name sagt, Chun-Li, diese kleine Japanerin, die mit den Zöpfen. Ja, genau, die. Das, was der Trailer bisher zeigt, sieht auch ganz danach aus, als hätte der Film mit den Spielen wieder genau so viel zu tun wie in der ersten Verfilmung, oder Jean Claude Van Damme mit Schauspielerei oder ich mit jungen Frauen mit gesundem Sozialleben. Das große Problem dieses Filmes ist auch, dass er sich eine Lizenz gekauft hat, der er einfach kaum gerecht werden kann, weil hinter dem Spiel eine Fanbase steht, die sich selbst mit einem "ganz guten" Film nicht zufrieden geben würde. Mann Mann Mann. Auch wenn es die vergangene Umsetzung nicht gäbe und der Film nicht unter diesem Namen laufen würde - ich schaute ihn mir trotzdem nicht an, allein schon, weil die Hauptfigur wieder sone zierliche Frau mit Superkaratekräften ist.

4. Dragonball Evolution
NUN GEHT ES ABER ZU WEIT! Ich fand ja schon die eigentliche Dragonball Serie anhand dessen, was ich davon gesehen habe, unfassbar scheisse. Ewiges Rumstehen und Reden, dann Energiebälle werfen, dann osmosieren zwei Menschen ineinander...nein, danke. Kurzum: Ich hasse diese uralten Japaner-Serie wie die Pest. Aber das, was sich im Trailer selbst androht, das geht zu weit! Das hat keine Serie verdient. Man sehe sich nur den Kasper an, der Goku spielen soll. Wieder ein klassischer Fall von "Hey-HEY, lass uns einen Film machen, der nichts mit dem Original zu tun hat!". Ein paar mittelmäßige CG-Effekte, fertig ist der Schund. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich dazu überhaupt noch sagen soll. Vielleicht eines noch. "Vegeta, what does the scanner say about it's trash level?" "IT'S OVER NINETHOOOOOOOUUUSAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANNNNNNNDDDD!!!!"


5. X-Men Origins: Wolverine
Es ist das klassische Ausreiz-Syndrom. In den eher mittelmäßigen X-Men Filmen war Wolverine wegen seinem trockenen Humor und der bodenständigen Art die wohl beliebteste Figur, also wird die Kuh weiter gemolken, indem man ihm einen eigenen Film gibt. Der Film dreht sich um Wolverines Leben vor und während dem Weapon-X Programm (die Leute, die ihm die Krallen gaben), was drei Vorteile und einen Nachteil bietet. Der Nachteil: Es wird eine ganze Reihe von unglaublich uninteressanten Nebencharakteren geben, die alle ihre albernen Fähigkeiten haben und nur dazu da sind, Wolverine als Sidekick zu dienen. Die Vorteile: DEADPOOL! DEADPOOL! DEADPOOL! Gespielt von Ryan Reynolds! Holy Fucking Shit Yeah! Unabhängig davon habe ich jedoch Zweifel, ob der Film es schaffen kann, Wolverines Charakter Tiefe zu geben, ohne total kitschig und lächerlich zu erscheinen. Das Problem ist nämlich, dass dieser Film für das breitest-mögliche Publikum gemacht wird, ergo kein großes Risiko eingegangen werden darf und deshalb lieber eine unnötige Explosion mehr eingebaut wird, als dass man die Figuren reden lässt. Wir werden sehen. Ich bleibe sehr skeptisch.

Ebenfalls in meinem Müllfilm-Fadenkreuz: Transformers: Revenge of the Fallen, Ice Age: Dawn of the Dinosaurs, Night at the Museum 2: Battle of the Smithsonian, Terminator Salvation...fällt noch irgendwem auf, dass das alles Fortsetzungen sind?

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