prophet ist seit 2006 Autor von A World To Come. Ein unangenehmer Mensch. Seinem stark über dem Durchschnitt liegendem Mitteilungsbedürfnis versucht er im Internet unregelmäßig Ausdruck zu verleihen. Dabei schreibt er in umständlichen Sätzen von Musik, die außer ihm niemand mag, von Technik, die niemand außer ihm benutzt und Geschichten, die traurig sein sollen, aber aus Versehen lustig erscheinen. In seiner hedonistisch-egoistischen Düster-Anarcho Metalpunk Weltanschauung sind Konzerne, Geld und Arbeit die Wurzel allen Übels. Seinen Beruf in der Technologie-Branche würde er gerne hinschmeissen und in Frieden zu Hause im Internet vegetieren.
Musik letzter Woche:
Letztes Spiel:
Age of Empires 2
Letzter Kinogang:
Captain America
Letztes Buch:
Die Gelehrten der Scheibenwelt
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15 Comments:
?!
Öhm, ist das jetzt die Ironie des Sakrasmus' oder werwiewas?
Sakrasmus gibt das hier nicht!
Ein Hoch auf Obama - er nimmt den Menschen die Eigenverantwortung und ersetzt sie durch Staatsverschuldung unbekannten Ausmaßes.
Da wir Deutschen das ja gewohnt sind, gibt es von uns nur das gutheißende Pauschalurteil - yes weekend.
@wurstwasser40k:
"Da wir Deutschen das ja gewohnt sind, gibt es von uns nur das gutheißende Pauschalurteil"
Im Gegensatz zu Amerikanern, die sich keine Privat-Versicherung leisten können, müssen wir Deutschen nicht erst überlegen, ob wir es uns finanziell erlauben können, den Krankenwagen zu rufen, wenn wir ihn brauchen. Das hat nichts mit Gewohnheit, sondern vielmehr mit positiven Erfahrungen zu tun. Bei uns funktioniert es. Ich hab noch nicht gehört, dass selbst der schäbigste Kassenpatient gesagt hätte, er wolle den Notarzt nicht behelligen, weil der ihm zu teuer sei. It works.
"Staatsverschuldung unbekannten Ausmaßes"
Ist es das nicht wert? Natürlich sind die Summen enorm, aber so ein Krieg kostet weit mehr und davon hat niemand etwas. Niemand außer vielleicht der Waffenindustrie.
"er nimmt den Menschen die Eigenverantwortung"
Das ist
1) Sachlich falsch, da niemand, der eine private Krankenversicherung haben möchte, gezwungen wird, sich bei den öffentlichen Kassen anzumelden - es geht nur um die, die sonst gar keine hätten. Wenn es eine private Versicherung zu besseren Bedingungen gibt, obliegt es der Eigenverantwortung des Einzelnen, sie zu finden und sich dort anzumelden.
2) Realitätsfremdes, elitistisches, pseudo-intellektuelles Gewäsch. Um einen themenfremden Vergleich zu ziehen: Das ist, als würde es keine staatlichen oder privatwirtschaftlichen Bemühungen geben, breitbandiges Internet zu schaffen - stattdessen soll jeder Bürger sich doch bitte selbst mit der Telekom engagieren und sich eine Standleitung legen lassen. Die Mehrheit könnte es sich aus dem Stand nicht leisten und jede Entwicklung in die Richtung höherer Lebensqualität würde stagnieren.
FAG STATUS:
[ ] UNTOLD
[X] TOLD
Auch in den USA wird keiner vor dem Krankenhaus verbluten, nur weil er keine Krankenversicherung hat.
Eigenverantwortung geht verloren, da der Staat über private Gelder entscheidet. Die Krankenversicherung für die 43 Mio (?) Amerikaner ist nichts anderes als eine Staatsausgabe, die irgendwie über Steuern oder Schulden finanziert werden muss. Der Staat maßt sich also wiedermal an besser zu wissen, als die Bürger, was mit ihrem Geld geschieht. Entweder wird die künftige Generation enteignet, oder es wird anderswie umverteilt.
Da sind die auf den ersten Blick amüsant klingenden Warnungen vor dem Nazikommunismus doch ganz passend - findest du nicht? Hitler hat die Menschen doch auch mit massiver Umverteilung (das Zuckerbrot aus das Zuckerbrot und die Peitsche) um den Finger gewickelt...
@wurstwasser40k:
Verbluten wird man nicht, aber die Behandlungskosten werden einem in Rechnung gestellt und ohne Versicherung ist das schon vernichtend. Da könnte man eigentlich auch gleich verbluten.
"in den USA wird keiner vor dem Krankenhaus verbluten"
Was ist mit langanhaltenden Krankheiten, die man über Jahre, vielleicht Jahrzehnte zu erdulden hat? Die Medikation über einen langen Zeitraum kann verdammt teuer werden. Oder eine besonders schwere Erkrankung, die teure Medikamente erfordert? Wenn man dann keine Krankenkasse, ob privat oder staatlich hat, bleibt man alleine auf den Kosten sitzen und kann daran erschreckend schnell pleite gehen.
"da der Staat über private Gelder entscheidet"
"irgendwie über Steuern oder Schulden finanziert"
Der Staat entscheidet nicht über private Gelder. Dazu hat er kein Recht. Worüber er in der Tat entscheidet, ist sein Haushalt, der sich u.a. aus Steuereinnahmen und aufgenommenen Schulden zusammensetzt, ja. Das ist aber kein privates Geld.
Solltest du kritisieren, dass Amerikaner von jetzt an prinzipiell versichert sein müssen: Das musst du in Europa auch sein. Zumindest, wenn du irgendwo Arbeit finden willst, was auch der Absicherung der Arbeitgeber dient.
"maßt sich also wiedermal an besser zu wissen, als die Bürger, was mit ihrem Geld geschieht"
Die Gesundheitsreform war einer der größten Punkte in Obamas Wahlkampf und offen angekündigter Teil seines Programmes. Dann hat die Mehrheit der Amerikaner ihn gewählt. Somit hat sich mehr als die Hälfte der USA dafür entschieden, dass sie für diesen Schritt sind. Ansonsten hätten sie ja die Green Party wählen können.
Soll über absolut jede Ausgabe ein Volksentscheid gehalten werden? Über jede zu bauende Straße, jedes öffentliche Krankenhaus, jede Investition in Schulen? Falls du es noch nicht bemerkt hast: So funktionieren Staaten. Man bezahlt Steuern und wählt dann den Politiker, der mit diesen Geldern das sinnvollste anstellen will. Ansonsten kann man Politiker auch abschaffen und ohne Regierung leben (ich sage nicht, dass die Welt dann ein schlechterer Ort wäre).
"findest du nicht?"
Nein.
"mit massiver Umverteilung um den Finger gewickelt"
Ja. Weniger Land für das absurde Schmach-Konstrukt Polen, mehr Lebensraum für Arier. Luft zum Atmen nur noch für Germania. Hat mit dem Gesundheitswesen jetzt eher wenig zu tun.
"Hitler"
Damit ist die Diskussion beendet.
Dass der deutsche Agent der Professional Troll-Abteilung von McCain ausgerechnet unter dem Namen "wurstwasser40k" unterwegs ist, hab ich jetzt auch nicht kommen sehen.
"Der Staat entscheidet nicht über private Gelder. Dazu hat er kein Recht. Worüber er in der Tat entscheidet, ist sein Haushalt, der sich u.a. aus Steuereinnahmen und aufgenommenen Schulden zusammensetzt, ja. Das ist aber kein privates Geld."
Bei dem Versuch "klug-zu-scheißen" sollte man nicht verkacken: Steuern, aus denen sich der Haushalt speißt, sind Zwangsabgaben aus privat erwirtschafteten Mitteln.
"Die Medikation über einen langen Zeitraum kann verdammt teuer werden."
Schön. Und deswegen ist es deiner Meinung nach wichtig, dass nicht das Individuum für seine eigenen Kosten aufkommt, sondern die kommende Generation - ich sehe das anders.
Ach du meine Fresse, was 'ne Diskussion hier! Also, hmm, ich hab den Nachrichten als solchen ja schon lange abgeschworen. Zwar hab ich das Gezerre um die Krankenversicherung mitbekommen, dabei allerdings wie üblich versäumt, mir eine Meinung zu bilden. Ich glaube, solange wir einen gelben Sack als Außenminister haben, laufe ich mit geschlossenen Augen, Ohren und Mund herum, sonst ende ich bald mit 'nem fiesen Herzkasper.
BTW: Das mit der WC-Ente find ich sehr amüsant. ;-)
"Zwangsabgaben"
Wie kann man so Punk sein.
"aus privat erwirtschafteten Mitteln"
Natürlich kann man sich darüber streiten, wie hohe Steuern gerechtfertigt sind, wie groß der Etat einer Regierung sein muss und wovon der Staat eigentlich nichts abhaben sollte (Beispiel Erbschaftssteuer - abschaffen!). Aber wenn du jeden Tag über öffentliche Straßen fährst, das Wissen aus deiner öffentlichen Schule anwendest, dank der Existenz der Polizei nicht ständig ausgeraubt wirst und Wasser aus dem Wasserhahn benutzt, dann solltest du vielleicht mal drüber nachdenken, ob die privaterwirtschafteten Mittel, die du abgeben musstest, nicht auch eine Investition waren. Nicht alles fließt in Politiker-Gehälter und Hartz 4 für Arbeitsunwillige.
"Und deswegen ist es deiner Meinung nach wichtig, dass nicht das Individuum für seine eigenen Kosten aufkommt, sondern die kommende Generation"
Nein. Was ich meine ist, dass Menschen, die das Geld nicht aufbringen können, ihre Gesundheit aufrecht zu erhalten, von der Gemeindschaft (in Form des Staates) zumindest so viel Unterstützung erhalten sollten, dass sie nicht an Krankheiten finanziell zu Grunde gehen.
Was dir auch noch schleierhaft zu sein scheint, ist, dass es Menschen gibt, die unfreiwillig höhere Kosten erzeugen, als sie erwirtschaften können. Damit meine ich nicht das, was du als "Sozialschmarotzer" bezeichnen würdest, sondern Menschen mit schweren Krankheiten, die nicht arbeiten können. Die sind - so erschreckend das sein mag - nicht freiwillig krank! Die würden auch lieber gesund sein, Geld verdienen und im Wohlstand leben können. Und damit ihnen genau das möglich ist, bekommen sie vom Staat Hilfe, wieder gesund zu werden. Das ist meine Meinung.
Wenn ich deine seltsame Logik aufgreifen wollte, würde ich sagen: Der Staat sollte in die Gesundheit der Menschen investieren, damit diese wenigstens so fit sind, dass sie arbeiten gehen können und Geld erwirtschaften können.
Wenn sie Geld haben, können sie auch Steuern bezahlen und der Staat bekommt sein Geld zurück.
Und die "kommende Generation" wird froh sein, wenn Opa ihr noch ein wenig Geld vererben kann, weil er nämlich seine Tabletten nicht alleine bezahlen musste und so noch etwas über hat.
"Der Staat sollte in die Gesundheit der Menschen investieren, damit diese wenigstens so fit sind, dass sie arbeiten gehen können und Geld erwirtschaften können."
Nein. Der Staat sollte für Polizei und Infrastruktur sorgen, und seine ineffizienten Finger vom ganzen Rest lassen. Der Staat sollte, abgeshen von der eben genannten Ausnahme, am besten garnicht investieren. Die Entscheidung sollte er durch massive Ausgabenkürzung und Steuersenkungen den Bürgern überlassen!
"Was dir auch noch schleierhaft zu sein scheint, ist, dass es Menschen gibt, die unfreiwillig höhere Kosten erzeugen, als sie erwirtschaften können"
Ich bin Brillenträger und musste mir eine Brille kaufen. Ein anderer braucht auf Grund seiner Matheschwäche vll. Nachhilfe, und wieder ein anderer hat Gesundheitskosten zu tragen. All das sind Probleme von einzelnen Personen, und diese sollten auch für ihre eigenen Kosten aufkommen.
Wenn ich das richtig verstehe, bist du gegen einen Sozialstaat. Ich nicht.
@mys:
Akkurat zusammengefasst!
@wurstwasser40k:
"seine ineffizienten Finger vom ganzen Rest lassen"
Und wer soll den "ganzen Rest" dann übernehmen? Privatwirtschaft? Unternehmen? Alles privatisieren?
"musste mir eine Brille kaufen"
Die Krankenkasse gibt dir was zu den Gläsern dazu (aber nicht zum Gestell).
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