Besser als Vuvuzelas
Mastodon - Revenge Gets Ugly EP [♫] [2010]Seit gestern bekommt man die lange angekündigten Songs, die Mastodon zum Soundtrack des Jonah Hex Filmes beigesteuert haben. Troy Sanders kündigte sie als Pink Floyd/Melvins B-Sides -artig an und traf damit ins Schwarze, auch nach High on Fire, Neurosis und tatsächlich auch noch nach Mastodon klingen die schweren, schleppenden, repetativen und instrumentalen Lieder. Während "Death March" auf diesem Weg langweilt, klingt etwa das wirklich coole "Train Assault" wesentlich lebendiger. Leider reizen sie ihre zuletzt verlorene Heavyness nicht aus, sonst hätte man mit viel Mut einen Remission-Vergleich ziehen können. Auch wenn die vier (plus zwei) Lieder nicht spektakulär sind, sie wissen nach einigen Durchläufen zu gefallen. Ein vollwertiges Release ist es natürlich nicht.
Gollum - Lesser Travelled Waters [♫] [2004]Die Amis von Gollum (wie Golem, nicht wie Smeagol) lassen sich nur ganz schwer kategorisieren. Man muss hilflos mit Begriffen wie Sludge oder Doom Metal um sich werfen. Dann klingen sie plötzlich wie Agalloch, dann gibt es Keyboard über Death Metal Geballer, auf einmal brüllt Randy Blythe von Lamb of God dazwischen. Sofern es einen durchschnittlichen Song gibt, besteht dieser aus schweren Riffs, die so von Crowbar kommen könnten, dumpfen Schlagzeuggekloppe und sehr sehr spärlich eingesetztem Gegröhle - darüber Gitarren, von sägend bis klimpernd viel können. Wer The Ocean zu pseudo-intellektuell findet aber trotzdem nicht auf experimentelle Musik aus der Ecke verzichten möchte, sollte mal ein Ohr drauf werfen, sofern man diese recht unbekannte Band in die Finger kriegt. Schlecht sind sie nicht.
Deadmau5 - For Lack of a Better Name [♫] [2009]Progressive kenn ich gut. Techno/House kenn ich auch. Wie das ganze aber zusammengehen soll, ist mir ein Rätsel. Angeblich ist Joel Thomas Zimmerman a.k.a. Deadmau5 ein ganz großer in solcher Musik. Ob das jetzt "Progressive" ist, wage ich glatt zu bezweifeln - aber es ist gut und das sage ich als jemand, der aus verschiedenen Gründen eigentlich etwas gegen diese computergenerierte Musik hat. Vielleicht liegt es an der gesunden Mischung aus ganz stumpfen Gehämmer und Klangexperimenten, vielleicht trifft er auch nur den richtigen Ton oder bietet, so abstoßend primitiv diese Musik sonst auch immer ist, eine bemerkenswerte Variabilität. So oder so bekommt "For Lack of a Better Name" seinen verdienten Platz in der schmalen Elektro-Spalte in meinem Musik-Regal. Gefällt mir.














3 Comments:
Besser als Vuvuzelas allemal ;) Und sonst auch nicht schlecht :D
Naja, so langsam kommt eine Generation, die Joe Cocker nicht mehr kennt und die geistern erschreckenderweise auch schon im Internet herum (SexyHexy1999, xXTokioHotelXx2001, SüßesGirl10 etc.)
Ich hoffe zwar, dass die nie auf meinem Blog landen werden, aber man weiß ja nie o_O
@laratierchen: Genau darum fordere ich, den Internetzugang erst ab mindestens 16 Jahren zu ermöglichen. Also, komplett.
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