The A-Team
Als ich die erste News las, war ich halb euphorisch, halb skeptisch. Nach dem ersten Trailer war ich nur noch skeptisch. Nach dem Film war ich zufrieden.Die großartigen Actionserien der 80er zu verfilmen ist so schwierig, weil sie einzigartige Charaktere schufen. Zu meinem großen Erstaunen war das Casting der Verfilmung des A-Team (fuck yeah A-Team) jedoch gut genug, dass das Quartett nicht wie eine Parodie der Originale wirkt: Liam Neeson ist eine fantastische Wahl für die Rolle des Hannibal, Sharlto Copley (bekannt als Wikus aus District 9) gibt einen großartigen Murdoc ab, Bradley Cooper modernisiert Face vollkommen angemessen - nur Quinton Jackson kann als B.A. nicht ganz überzeugen, zu sehr hat Mr. T seinen Stempel aufgedrückt. Wenn man sein "Fool!" hört, hat man leider wirklich den Eindruck einer Karikatur.
Der Film beginnt, als sich Smith, Peck, Murdoc und Baracus zum ersten Mal durch Zufall treffen - der Film macht dann einen Zeitsprung zu dem Zeitpunkt, als Ihnen "the crime they didn't commit" angehängt wird. Dass das ganze dann im Irak und nicht in Vietnam passierte stört dabei keinen Deut. Den Rest des Filmes verbringen die Vier damit, aus dem Gefängnis auszubrechen und ihren Namen reinzuwaschen. Dabei schweißen sie zwar keine Stahlplatten an Trucks, kloppen sich nicht mit Schlägern von Immobilienhaien und retten die gottestreuen amerikanischen Farmer vor den bösen Städtern - aber das ist ok, denn sonst wäre dieser Film nur eine neue, überlange Folge der Serie und wenig sinnig. Stattdessen gibt es eine Mischung aus Hannibal-typischen Plänen und Verwirrspielen, einigen Feuergefechten, Explosionen und einem doch etwas albernen Manöver, um den Bösewicht am Ende zu überführen.
Dieser Film ist genau so unsinnig wie die Serie und lebt wie die Serie von einer Mischung aus Action-Szenen und dem Miteinander dieser so unterschiedlichen Charaktere. Er bedient Fans zur Genüge, weiß aber auch ein modernes Publikum anzusprechen und darum fand ich diesen Film auch gut. Nicht, weil er besonders intelligent, anspruchsvoll oder schauspielerisch überragend war, sondern weil er als Paket Sinn macht, auch ohne, dass sich im Film ein einziger Militär-Jeep mit einer 180° Drehung um die eigene Achse über der Kamera überschlagen hätte. Und nein, Hannibal verkleidet sich nicht als alte Frau oder als Aquamaniac.
Sicher wird dieser Streifen nie als besonders gut in die Bücher der Filmgeschichte eingehen, er verkauft sich schlechter als erhofft, die Kritiken sind mäßig und ich bin sicher, dass viele Zuschauer eine Menge dran zu mäkeln haben. Mir gefiel er. Weil er funktioniert. Und - man möge mir diesen Spruch doch bitte verzeihen - Ich liebe es, wenn ein Film funktioniert!















3 Comments:
Ich werde ja langsam neugierig auf den Film.
Mir hat er nicht gefallen... Dafür mochte ich Predators, den irgendwie sonst keiner leiden kann. :D
Und Frankfurt ist nicht Köln. Das haben die Hessen jetzt auch nicht verdient...
Ohne Mr. T geht A-Team für mich gar nicht :D
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