Aut nau
The Sword - Warp Riders [2010] [♫]"Age of Winters" war großartig und "Gods of the Earth" ist bis heute einer meiner All-Time-Favourites. Der neueste Output der Texaner muss sich leider, für mich, hinter den Vorgängern einreihen. The Sword haben sich mit ihrem Retro-SciFi-Konzeptalbum stärker dem traditionellen Hard Rock zugewandt, wodurch Songs wie "Lawless Lands" recht unspektakulär im Vergleich zu bisherigen Liedern wirken. Natürlich gibt es immer noch die wahnsinnig einprägsamen, dicken Riffs und das furiose Getrommel, aber die Markenzeichen sind nicht mehr so bissig. Und obwohl in meinen Augen mehr drin gewesen wäre, dieses Album ist dennoch besser als die Best-Of Sampler manch anderer moderner Rockband. Neue Fans werden The Sword mit diesem Album in Massen gewinnen und das steht ihnen auch zu.
Bonded by Blood - Exiled to Earth [2010] [♫]Auch die kalifornischen Bonded By Blood, die dem Thrash Metal der 80er offen huldigen, haben sich ein SciFi-Thema für ihr neues Album ausgesucht (ich hab doch gesagt, die Zukunft ist wieder "In") - und wie auch The Sword schalten Bonded By Blood ein wenig zurück. Was bei ersteren in Ordnung geht, ist für letztere der Stolperstein. Da auf dem in meinen Augen absolut makellosen, brillianten ersten Album alle Songs gleich klangen, versuchen die jungen Herren, mehr Abwechslung zu schaffen und das Tempo auch mal zu variieren. Dadurch verlieren sie aber genau den Wahnsinn und den absurden Breakneck Speed, der "Feed the Beast" so perfekt gemacht hat. So haben wir ein Album, das irgendwo im oberen Mittelmaß der langsam nachlassenden Thrash Revival Welle steht, aber nicht mehr heraussticht. Schade.
Apocalyptica - 7th Symphony [2010] [♫]Spätestens seit dem selbstbetitelten Album hat der Apocalyptica-Hörer die Hoffnung aufgegeben, dass die Cellos jemals wieder wie solche klingen und nicht mehr wie verzerrte Gitarren oder Keyboards. Das siebte Album der Finnen leidet aber viel mehr darunter, dass die zahlreichen singenden Gäste, u.a. Gavin Rossdale und die Trulla von Flyleaf, den Songs mehr schaden denn helfen. Einzig "2010", das von Dave Lombardo begleitet wird, kann mich voll überzeugen. Die instrumentalen Eigenkompositionen wie "On the Rooftop with Quasimodo" sind zwar nicht schlecht, aber begeistern nicht mehr so wie noch vor diversen Jahren. Apocalyptica müssen dringlich ihren Produzenten feuern, sich hinsetzen, "Inquisition Symphony" hören und darüber nachdenken, wer sie eigentlich sein wollen.
Zoroaster - Matador [2010] [♫]Der Vergänger "Voice of Saturn" ist zwar super, um morgens müde zur Arbeit zu fahren, aber wirklich begeistert hat er mich nie. Die Single-Auskopplung "Odyssey" der neuen CD hat mich jedoch so sehr begeistert, dass ich dem Rest auch noch eine Chance gab. Leider handelt sich dabei schon um den besten Song - Odyssey I und II sind die für mich interessantesten Tracks auf dem Album. Im Vergleich zu "Voice..." haben die Songs ein wenig an Schwung gewonnen, Zoroaster spielen 2010 eher Stoner Rock als Ambient Doom Metal (siehe "Trident"). Das größte Problem der Herren aus Atlanta ist wohl die Konkurrenz: Electric Wizard haben den schwereren Sound, High on Fire den Dynamischeren, Mastodon den eingängigeren. Somit bleibt außer "Odyssey" leider nur ein gutes bis mittelmäßiges Album.














2 Comments:
The Sword spricht mich ja jetzt schon irgendwie an. Sowohl vom Cover, als auch von der Musik. Danke für den Tipp. :)
Uh, die sehen aber düster aus. Danke für den Tipp, da höre ich doch glatt mal rein :-)
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