Die bessere Wahl
Ich verstehe nicht, warum es in Deutschland noch Obdachlose gibt. Damit meine ich nicht die wenigen Wunderlinge, die sich im Gegenzug zu uns Konformisten dazu entschlossen haben, ihr Leben in der Natur zu verbringen sondern alle Leute, die unfreiwillig auf der Straße leben müssen. Dass dies ein Scheitern des sozialen Auffangnetzes ausdrückt ist das eine - aber ich gehe an dieser Stelle in meiner unseriösen Naivität so weit zu sagen, dass niemand in Deutschland obdachlos sein muss, wenn er sich nicht besonders ungeschickt anstellt. Das Stichwort lautet Gefängnis.Vergleichen wir kurz die Optionen:
A) Man lebt ohne Dach über dem Kopf, es ist kalt und nass und man muss sein Essen durch Betteln, Stehlen oder das Wühlen in Mülleimern beziehen (Dramatisierung(?)). Da raus zu kommen ist auch im Deutschland des Jahres 2010 schwer, schließlich findet man nirgends Arbeit, wenn man ohne Obdach ist, so dass man nie das Geld aufbringen kann, um irgendwo zur Miete zu wohnen. Teufelskreis.
B) Man stiehlt eine Schaufel oder einen vergleichbaren Gegenstand wie einen Eispickel. Dann stellt man sich auf den Parkplatz eines großen Unternehmens wie Siemens, der Telekom oder dem Springer-Verlag und wartet. Darauf, dass so ein gelecktes Arschloch von BWLer seine Armani-Krawatte lockernd zu seinem BMW, Mercedes oder Porsche schlendert und über sein iPhone seinem Mitwichser erzählt, wie er vom Chef eine Gehaltserhöhung bekam, weil er berechnet hat, dass das Unternehmen über 5 Jahre soundsoviel sparen kann, wenn sie sämtliche kompetenten Mitarbeiter rauswerfen und den Rest der Belegschaft in Kurzarbeit stecken. Diese Menschen sind recht einfach zu erkennen und es gibt sie in Massen in solchen Konzernen. Dann schleicht man sich an, packt die Schaufel und prügelt dem Spacken den Kopf zu Grütze. Daraufhin landet man bei der Polizei, vor Gericht und schließlich im Gefängnis, während die Belegschaft des Unternehmes sich heimlich denkt, dass das Arschloch es total verdient hat. Im Gefängnis gibt es ein Dach über dem Kopf, jeden Tag etwas zu Essen, ein Bett zum drin schlafen, Duschen und Klos -und nun das beste - für umsonst! Viele Gefängnisse bieten Kurse an, damit sich die Insassen durch Handarbeit wie Tischlerei etwas dazu verdienen können, einige bieten sogar komplette Ausbildungen zu Handwerksberufen an. Wird man dann irgendwann entlassen, bekommt man vom Staat als Hilfe zur Resozialisierung mehr Geld im Monat als ein Hartz 4 Empfänger.
Daher denke ich, dass viele Obdachlose aus Eigeninteresse diese Chance wahrnehmen sollten, der Welt etwas gutes tun können (es müssen ja nicht Unternehmensberater sein, auch Neonazis und Bankenchefs bieten sich an) und sich selbst in eine bessere Ausgangslage bringen können. Mir erscheint es attraktiver, als in einem Karton zu schlafen.














4 Comments:
Ich nehme an, du hast noch nie das Innere eines Gefängnisses gesehen. Ich schon (haha, und nein, nicht so wie das jetzt klingt), und glaub mir, dagegen ist Obdachlossein immer noch die bessere Alternative.
Bei dem Bild zu den "geleckten Popolöchern" kommt mir mein Frühstück hoch...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Obdachlose trotz Essen und Dach über dem Kopf im Gefängnis eingesperrt sein wollen.
Der Teil mit der Schaufel gefällt mir...
ziemlich zynische Sicht :).Ich würde
niemanden umbringen,um ein Dach über
dem Kopf zu haben.
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