Christmas Carols
Weakling - Dead as Dreams [1998] [♫]Nicht erst seit kurzem gibt es Black Metal aus Amerika : Vor Wolves in the Throne Room und Judas Iscariot veröffentlichten Weakling aus San Francisco ihr bis dato einziges Album. Musikalisch trauen sie sich bereits ein wenig in die Ambient-Schiene, die ihre Nachfolger verfeinern, aber das Grundgerüst sind das bekannte Black Metal Gekeife und das monotone Gescheppere, das Darkthrone auf 'Hunger oder 'Blaze spielen. Dabei ist "Dead as Dreams" wirklich gut, wenn man grundsätzlich etwas mit dieser Musik anfangen kann. Die Stimmung, die das Album vermittelt, wird dem Hörer genau so kräftig vermittelt wie bei den großen Klassikern des Genres. Mit der guten Mischung aus Stimmung und Wumms ist diese Scheibe ein weit besseres Album als vieles, was heutzutage unter dem Namen "Black Metal" verkauft wird, weil das Titelbild schwarz/weiß ist.
Insect Warfare - World Extermination [2007] [♫]Was für ein Brett. Die Amis von Insect Warfare geben sich alle Mühe, mit ihrem 20 Song Grindcore-Brecher die Kollegen von Pig Destroyer und Agoraphobic Nosebleed als weich darstehen zu lassen. Mehr müsste eigentlich auch nicht gesagt werden - es gibt 20 Minuten lang auf die Fresse, inklusive allem Geblaste, Gegrunze und Geschreddere, das man erwartet. Dennoch ist "World Extermination" nicht nur irgendein austauschbares Wegwerf-Album. In einem Genre, wo es an so wenig hängt, ob eine Scheibe funktioniert oder nicht, machen die Herren alles richtig und veröffentlichen das beste moderne Grindcore-Album seit langem. Genau festmachen woran dies liegt geht nicht, denn so blöd es klingt, man muss es spüren und das tut man hier. Und wie man ihn spürt. Den Tritt. In die Eier.
Saviours - Accelerated Living [2009] [♫] Der Sound von Saviours könnte fast wie der von The Sword in ihren härtesten Momenten beschrieben werden : Hard Rock Retro Stoner Doom Heavy Punk Metal mit etwas monotonem Gesang aber fetten Riffs. Leider sind Saviours dabei nie so extrem catchy, und nach dem zweiten Durchlauf wünscht man sich mehr Abwechslung, was vor allem an Sänger Austin Barber liegt. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich hinter dem entsetzlich hässlichen Cover ein gutes Album verbirgt, das durch seine Dynamik, die gute Rhythmus-Fraktion und die dicken Gitarren-Vorführungen durchaus zu überzeugen weiß und auch jedem Stoner Rock Spießer empfohlen werden kann. Wenn die Band von diesem Punkt an (das neue Album ist längst raus) ihr Songwriting verbessert, steht dem Erfolg auch außerhalb der Szene nichts im Wege.
Dangerdoom - The Mouse and the Mask [2005] [♫]Eine gewisse Prominenz besitzt das Kollaborations-Album zwischen DJ Danger Mouse und MF DOOM - ja, der Rapper, nicht die legendäre englische Crust Punk Band. Ja, Hip Hop. Die Rhythmen, die Danger Mouse hinter den immer etablierteren DOOM mischt, stammen aus Samples von Musik, die in den Cartoon-Sendungen des Senders Adult Swim laufen. Tatsächlich funktioniert die Mischung aus vitaler, teils fröhlicher Musik und DOOMs ernster, grimmiger Tonlage überraschend gut. Konnte ich mit letzterem lange wenig anfangen, gefällt er mir hier. Ich denke allein die Tatsache, das ich sage, dass ein Hip Hop Album das nicht aus den 80ern stammt, verdammt gut ist, drückt schon die Qualität der CD aus. Hat seinen Status zu Recht.














2 Comments:
Das, öh, ja. Hm, nicht so meins. ;-)
Hmm ja... Insect Warfare ist wirklich nicht schlecht, aber mir isses zu blechern. Zuviele Screams.
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