Von prophet am Freitag, November 26, 2010 um 22:21

Woher ihr kommt

Da ich aktuell jeden Tag Überstunden mache und auch am Wochenende zur Arbeit muss, bleibt mir leider kaum Zeit. Darum, zur Überbrückung und bis mir ein Besuchermagnet wie beim Herren PhanThomas einfällt, ein der Außenwelt angemessen winterliches Bild und einige der Begriffe, die Leute bei Google eingegeben haben und daraufhin bei mir gelandet sind. Ältere Google-Referrer gibt es beim inzwischen toten Searchrequest.

metal keine musik
verhalten urmensch noch heute anzufinden
erotische geschichten ueber pruegel in der schule auf nackten arsch
wie bekomme ich atome in geriff um sie zu gestalten???
eir abschneiden titten an fleischhaken aufhängen
nakte menschen spielen paintball ohne schwarze balken
bilder von vollgepissten weissen slips
www.porno-ommas fiken
in welchem videospiel kann man sich den kompletten film nosferatu angucken
gemüsemonster sticken
ihr beinstumpf juckt
was kann man gegen eine ständig ab kackende internetverbindung machen?
vergewaltiger in bielefeld verkleidet als clown
mein hund hat magnesiumfackel gefressen
lustige kanacken texte beispiele übersetzung krass ey
ich bin dick und gar nicht fett öhöhö cool eys
alle frauen gehen in discos alle frauen ziehen sich gleich an alle frauen haben gleiche kleider alle frauen haben gleichen style alle frauen haben gleiche haare alle frauen haben gleichen nagelack alle frauen sind gleich sprüche
wenn ich mit meiner wii im internet hat sie sich schon zwei aufgehängt und ein lauter ton ist zu hören
omic wenn du denkst es kann nicht schlimmer kommen bärenfalle
nackte sos kinder spielen mit den penis
wenn man sich zu oft ein runter hold wird das sperma dann beeinflust?
welche pomade benutzt guttenberg
welche reifen passen zur paladinrüstung in gothic 3
eine rock oder metal band (mit gutem hintergrund) vorschläge
kindernutte die fotze
schwule extreme folter mit strom und nadeln


Mir stellt sich immer wieder die Frage, warum die nun grade HIER landen!

Von prophet am Samstag, November 20, 2010 um 10:23

ßladsch

In diesem Post beschwere ich mich über brandneue Musik, weil sie nicht mehr so Metal ist wie früher.

The Ocean - Anthropocentric [2010] []
Das brandneue Anthropocentric ist das Gegenstück zum früher in diesem Jahr veröffentlichten Heliocentric. Technischer und härter sollte es werden als der Vorgänger, der vereinzelt zu schmalzigem Pop mutierte. Das Resultat der Bemühungen ist, dass die Mischung aus Aeolian-Gekeife und Heliocentric-Melodik mehr wie Metalcore denn wie der massige Sludge-Metal klingt, der The Ocean früher einmal ausmachte. Vielleicht liegt es nur am neuen Sänger ("you are trying to save me...", grausam!), aber irgendwie will das Album mir nicht gefallen. Der vielleicht beste Song auf der neuen CD ist in meinen Augen Heaven TV - das Rückgrad des Albums, die Grand Inquisitor Trilogie, kann ich mir dagegen nur unter Schmerzen anhören. Die pseudointellektuellen Texte tun ihr übriges, einen durchwachsenen Eindruck zu hinterlassen. Schade.


Kylesa - Spiral Shadow [2010] []
Auch Kylesa experimentieren ein wenig mit ihrem Sound - im Gegensatz zu The Ocean aber mit Erfolg. Eröffnet wird das Album von Tired Climb, das sich mit dem bekannten Getrommel ankündigt und mit wahnsinnig viel Druck als einer ihrer besten Songs überhaupt vorstellt. Whoa. Die folgenden Songs wie Cheating Synergy spielen einerseits mit Soundeffekten, besitzen aber allesamt eine grundsolide musikalische Basis, so dass ungewohnt rockige Songs wie "Don't look back" immer noch nach Kylesa klingen und sich in das Album einfügen. Insgesamt gibt es weniger bulliges Gitarren-Gedonnere ala Time Will Fuse Its Worth, aber das Konzept geht auf, so dass Spiral Shadow zwar ihr vielleicht ruhigstes Album geworden ist, aber sich qualitativ nicht hinter anderen Veröffentlichungen verstecken muss.


Electric Wizard - Black Masses [2010] []
Dass Electric Wizard nur noch Kopien vom legendären Dopethrone erschafft, verlangt niemand (öffentlich) - ein wenig Besinnung auf das, was sie erfolgreich gemacht hat, wäre aber nach diesem Album vielleicht Zeit. Black Masses ist nicht mehr die tonnenschwere, bitterböse Walze, die den Hörer in den Sessel drückt, sondern macht den Sound der Briten...wie soll ich sagen, "fuzzy". Ein wenig mehr wie alte Black Sabbath oder die jetzigen The Sword in ihren langsamen Momenten im Proberaum. Rockiger halt. Ob das Album jetzt monoton oder homogen ist, ist Auslegungssache. Für mich sticht leider kein einziger Song hervor. Im Vergleich mit We Live ist die gute Balance aus Dynamik und Schwere nicht geglückt. Ihnen sei gegönnt, damit ein neues Publikum von Stonern anzusprechen, ich werde mir lieber ihre älteren Releases anhören.

Ansonsten immer wieder gerne gehört: Discharge, Faltermeyer, Mayhem, Sodom.

Von prophet am Donnerstag, November 18, 2010 um 20:56

Der Terror

Vorgestern schicken sie irgendwelche Agenten in verdeckter Mission nach Afrika, um von Steuergeldern bezahlt ein paar Böller in Blechdosen zu stopfen und ein Rudel hungriger Namibier zu schicken, ein Paket in die regelmäßigen Flüge der weltbekannten Luftachse München - Windhoek einzuschmuggeln. Gestern heißt es dann was von Terrorwarnung, weil irgendwer irgendwo irgendwie was gehört haben will, dass da vielleicht was sein könnte, so sagen es zumindest alle Medien, wodurch aus einer vagen Mutmaßung ein unumstößlicher Fakt wird, der von Otto Normalverbraucher wahrgenommen wird, als hätte der Taliban es ihm persönlich ins Ohr geflüstert. Heute finden sie in Namibia etwas, das vielleicht oder auch nicht in die Luft fliegen könnte und deshalb hat die Regierung Recht wenn sie sagt, dass wir Angst vor der Welt haben müssen, mal gut, dass die in Namibia die Bombe innerhalb der Aufmerksamkeitsspanne des Fernsehzuschauers gefunden haben, von der es unverbindlich heißt, dass Untersuchungen noch ausstehen. Morgen ist dann die Polizei an jeder Straßenecke selbstverständlich und die digitalen wie analogen Durchsuchungen von allem und jedem ein notwendiges Übel, schließlich sind wir ja in Terrorgefahr. Aber wir nehmen es hin, dass das Leben ein wenig unfreier wird, denn der Mann im Fernsehen, der so glaubwürdig aussieht, hat gesagt, wir sollen alle einfach weiter unser Leben leben, arbeiten gehen, aber bloß nicht in Panik verfallen oder irgendetwas unübliches tun, wegen dem Terror.

Von prophet am Sonntag, November 14, 2010 um 10:49

C.J. Cherryh - Die letzten Städte der Erde

In jugendlichem Leichtsinn lässt man sich schnell locken von einem Buch, weil es auf dem Titelbild coole Flugzeuge, schwarze Pyramiden und die Aufschrift "Science Fiction" hat. Der Titel verspricht dystopische Endzeitstimmung, auf der Rückseite lautet die Prämisse: "Die Menschen sind zu den Sternen hinausgezogen, haben die Planeten der Galaxis besiedelt und ihre Kolonien gegründet. Den meisten ist die Erde, die Wiege der Menschheit, nur eine Legende, das nostalgische Symbol für eine Zeit der Jugend, die längst vergangen ist. Aber es gibt sie noch, die Erde - unter einer Sonne, die allmählich erlischt. Und auch die Städte - Paris, London, Moskau, Rom, New York, Peking. Sie sind völlig anders geworden, und doch haben sie sich ihren Charakter über zahllose Jahrtausende hinweg bewahrt."
Das Buch aus dem Jahre 1981 ist aufgeteilt in sechs Kurzgeschichten, die sich jeweils um eine der oben genannten Städte dreht. Von Fiktion kann die Rede sein, von Science aber keinesfalls, denn von dem Sternenfahrertum und überhaupt von Technologie ist praktisch nichts zu spüren, so dass die Kategorisierung sehr fehlplatziert wirkt. Auch die "sterbende Sonne" wird ab und zu beiläufig erwähnt, ansonsten hat es damit keinerlei Bewandtnis. Ein kurzer Überblick der Handlungen:


Paris
Menschen werden nach ihrem Tod wiedergeboren, und so leben im abgeschotteten Paris die jahrhundertealten Seelen der Menschen in neuen Körpern weiter. Als tatsächlich einmal ein "neuer" Mensch geboren wird, verliebt er sich in eine der (geistig) Ältesten der Stadt und geht einen Packt mit dem Tod ein (in Frankreich ist der Tod eine Frau).

London
Die naive Geliebte des Bürgermeisters von London wird von ihm in den Tower gesperrt, weil sie unter Verdacht steht, geheime Dokumente geklaut zu haben. Dort wird sie von Geistern aus verschiedenen Zeitaltern besucht.

Moskau
Ein Jäger begegnet in der verschneiten Weite kurz vor den Toren der (inzwischen komplett aus Holz bestehenden) Stadt einem weißen Wolf. Zu Hause angekommen, verfolgt die Erinnerung an das mystische Tier ihn im Schlaf, bis es ihn schließlich in den Wahnsinn treibt.

Rom
Diese Handlung habe ich nicht ganz verstanden. Der Römische Kaiser ist ein Kind, zu dessen Belustigung Sklaven in einen Traumzustand versetzt werden, innerhalb dessen der Adel diese Menschen jagen kann. Eines Tages kommt aber ein Sklave, der sich im Traum in einen mächtigen Drachen verwandelt (oder so) und schließlich die Jagd-Gesellschaft des Kaisers besiegt.

New York
Die einzige Geschichte ohne Gespenster und mit Technologie. New York ist zu einem Gewirr aus riesigen Türmen geworden, dessen Spitzen so hoch sind, dass die Techniker, die oben die Wartung an der Stadt durchführen, wie Bergsteiger hinaufklettern müssen. Eine solche Gruppe von Mechanikern wird bei einem zwielichtigen Job von einem der großen Konzerne hintergangen - der einzige Überlebende des Trupps beschließt, sich zu rächen.

Peking
Chinesen werden von den Hunnen belagert. Kurz vor den Toren der Stadt offenbart dann der steinalte Kriegerfürst, der die verschiedenen Clans unter sich vereint hat seinem Ziehsohn, dass sie wiedergeborene Seelen sind, die sich schon früher aufmachten, die Welt zu erobern.


Bis auf die New Yorker Geschichte ist keinerlei Futurismus zu finden und die ständige Beschäftigung mit Geistern und Wiedergeburt bietet eher die Kategorisierung "Fantasy" an. Zudem fand ich bis auf die New Yorker und Londoner Geschichte alles äußerst uninteressant, die Charaktere belanglos und den Schreibstil trivial. Vielleicht tue ich der Autorin unrecht, aber anhand dieses Buches würde ich mir vornehmen, nie wieder etwas von ihr zu lesen. Ich schätze, "Beurteilen Sie ein Buch nicht nach seinem Einband" hat wieder zugeschlagen.


Im übrigen habe ich mir vorgenommen, "Atlas Shrugged" zu lesen. Im Original. Habe ein wenig Angst, kommt es mir doch wie Selbstgeißelung vor.

Von prophet am Donnerstag, November 11, 2010 um 21:57

Brilliant?

Aus mechanischen Gründen musste ich leider meinen guten, soliden, vernünftigen, ordentlich-pünktlichen, deutschen Volkswagen vorübergehend hergeben. In der Zwischenzeit fuhr ich einen Brilliance BS4 (den ich zunächst des Logos wegen für einen Toyota hielt).
Sind asiatische Autos bei mir ein wenig als Reiskocher verschrien, wirkte der Brilliance auf den ersten Blick erstaunlich nobel - Holz(imitat)verkleidungen im Cockpit, schicke Sitze, die Front erinnert vage an Lexus.
Nach spätestens einem Tag aber muss man erkennen, dass direkt hinter der schicken Aufmachung ein - vorsichtig formuliert - günstiges Auto steckt. Schaltknüppel und Pedale wirken unangebracht klapprig und sind beim Schalten unangenehmer als in meinem VW. Auch die Musikanlage, die dick in der Mittelkonsole prangt, mit animiertem Display lockt und bei Licht nur schwer zu lesen ist, hat einen dünneren Klang als der günstige JVC Radio/CD-Player meines Autos. Ähnliches gilt für die Bedienelemente in der Mittelkonsole. Es ist ein wenig wie mit Acers Premium Produkten : Es stecken zwar gute Standard-Komponenten drinne (Beispiel Intel i5), aber trotzdem macht das Produkt auf den zweiten Blick einen dünnen, klapprigen Plastik-Eindruck.
Zwar ist das Auto nie störend laut und auch das Fahrwerk schützt vor Unannehmlichkeiten bei Schlaglöchern, so dass die Fahrt bei entsprechender Strecke entspannt sein dürfte, jedoch fehlt dem Motor (vor allem unter 2500 Umdrehungen) jede Dynamik. Das Beste am Brilliance sind in meinen Augen die sehr angenehmen Sitze - mein nächstes Sofa kaufe ich vielleicht bei Firma Brilliance.
Ab 16.000 Euro kann man sich eine der chinesischen Limousinen kaufen. Warum man dies tun sollte, anstatt von dem Geld einen (gebrauchten?) Audi oder Volkswagen anzuschaffen, weiß ich nicht.

Von prophet am Mittwoch, November 03, 2010 um 21:58

Eigenverschuldet

Wie überall zu lesen sind die amerikanischen Midterm-Elections vorbei und wie zuvor von den Medien entschieden wurde es zur Schlappe für die Demokraten. Vertreter der sog. Tea Party Bewegung finden sich nun auch im amerikanischen Kongress wieder, was das blind-wütende Sammelsurium an rechtskonservativen, christlich übermotivierten, geistlosen und von ihren Anpeitschern aus den Medien vorangetriebenen Hillbilly Redneck KKK Spacken auf ein ganz neues Niveau hebt, als es die Proteste mit Pappschildern bisher vermochten. Auch wenn Amerikas wirtschaftlich stärkster und kulturell schlimmster Staat Kalifornien nun von einem Demokraten regiert wird, der sogar Sachkompetenz mitzubringen vermag, mit den Ergebnissen dieser Wahl wird jegliche Handlung für Obama und seine Administration zur Qual, denn die spinnerte Rechte wird alles daran setzen, jede Handlung zu unterbinden und so destruktiv wie möglich zu handeln. Sprach der Ex-Messias heute noch davon, dass sich die Politik in diesen Zeiten auf Gemeinsamkeiten statt auf Unterschiede konzentrieren müsse, wird er morgen merken müssen, dass dies zwar ein sinniger Vorschlag ist, um überhaupt noch eine Handlungsfähigkeit zu schaffen, es in der Realität aber so aussehen wird, dass die Tagespolitik noch absurder, überdrehter und aggressiver werden wird, als es eh schon der Fall ist. Den einzigen, denen damit gedient ist, ist die Presse und die schmale aber mächtige Schicht der Superreichen, die versuchen werden, die unter Bush erlassenen Steuererleichterungen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Alle anderen Amerikaner bekommen nichts anderes als eine Regierung mit gebundenen Händen und eine Opposition, die Gift und Galle speit gegen Aufklärung und Fortschritt.
Was ich bis jetzt nicht verstehe ist, warum sich amerikanische Bürger nicht dem in meinen Augen katastrophalen Zwei-Parteien-System entziehen und für eine der anderen Parteien (zum Beispiel die amerikanischen Grünen) stimmen, die noch nicht von dritten Interessen und Lobbyismus zerfressen scheinen.
Ob die amerikanische Politik (die ja nunmal leider auch immer Einflüsse auf den Rest der Welt hat) nun noch unvernünftiger werden wird, ist nicht die Frage, sondern vielmehr, wie viel Schaden langfristig aus diesen Wahlen entsteht. Vielleicht wird ja bald die Evolution komplett aus deren Schulen verschwinden. Für einen - sehr - kurzen Moment weiß man deutsche Politik plötzlich zu schätzen.

Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert. Für alle Links auf diesem Blog gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meinem Blog und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.

kostenloser Counter