Machete
Mit leichtem Verzug habe nun auch ich Machete gesehen, der auf dem Fake-Trailer aus dem Grindhouse-Special von Tarantino und Robert Rodriguez basiert. Der Hype um den Film war bemerkenswert hoch, denn er verspricht nicht nur den stupide-lustigen Retro-Trash, sondern auch ein mittelschweres Aufgebot großer Namen wie De Niro, Seagal, (Michelle) Rodriguez, Alba und einige Überraschungen wie die Lohan, Don Johnson und natürlich Danny Trejo in seiner ersten Hauptrolle.Die Handlung: Der ehemalige Cop Machete Cortez, dessen Familie von einem Drogenbaron umgebracht wurde, ist gewaltig heruntergekommen, als er auf der Suche nach Arbeit einem reichen Amerikaner in die Hände fällt, der ihn anheuert, den texanischen Senator McLaughlin zu erschießen, der mit seiner Kampagne für mehr Härte gegen illegale Immigranten tourt. Bei dem Anschlagsversuch wird Machete von seinem Auftraggeber hintergangen und von nun an nicht nur von den militanten Bürgermilizen, den Einwanderungsbehörden und der Polizei, sondern auch von einem Netz aus korrupten Politikern und Gangstern gejagt - bis er den Spieß zusammen mit einer mexikanischen Untergrundorganisation umdreht.
Auch wenn Danny Trejo erstmalig eine Hauptrolle spielt, im gesamten Film hat er maximal zwei Minuten Sprechzeit. Der Rest wird gefüllt mit viel Blut und Morden, Explosionen, übertriebenen Stunts, nackten Frauen und den furchtbaren Dialogen der Bösen. Dabei ist die Inszenierung nicht ganz so albern wie noch in Planet Terror, aber man merkt deutlich die Bemühungen, den Film auf alter Splatter-Action-B-Movie zu trimmen.
Insgesamt hat mich der Film nicht so sehr geflasht, wie ich es mir erhofft hatte. Vielleicht war mir die Aufmachung nicht überzogen genug, um davon abzulenken, dass die absichtlich flache Handlung mit den entsprechenden Texten leider auch den Haken hat, dass es kaum Überraschungen gibt, die vor allem gegen Ende des Filmes fesseln würden. Und auch wenn er den schweigsamen Typen draufhat: Ich hätte gerne mehr von Trejo und weniger von Jeff Fahey gehabt. Das in meinen Augen schwache Finale ist stellvertretend für den Streifen: Zwar gibt es genug spektakuläre over-the-top Actionszenen, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass trotz guter Unterhaltung mehr drin gewesen wäre.














3 Comments:
Bis zur Hälfte war ich begeistert. Dann aber gerät irgendwie alles außer Kontrolle. Das Ende des Films wirkt dann irgendwie seltsam zusammengewürfelt.
Den Film habe ich nur nebenbei gesehen, schließe mich trotzdem der Aussage über das "stellvertretende Finale" an. Ganz nett, aber nicht mehr.
@PhanThomas: Ja, zusammengewürfelt trifft es.
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