Von prophet am Samstag, März 12, 2011 um 22:32

Such is life in the zone

Ich gehörte lange zu einer Pro-Atomkraft Minderheit. Auf diesem Wege können im Gegenzug zu Wind- und Solar riesige Energiemengen erzeugt werden, es ist (den korrekten Betrieb natürlich vorausgesetzt) im Vergleich zu Kohlekraftwerken umweltverträglicher und das Entsorgungsproblem ließe sich durch die NASA beheben, die den Dreck in die Sonne katapultiert. Aktuell dürfte das Thema, das alle paar Monate wieder in der Presse diskutiert wird, erneut verstärkt in den Fokus rücken, nachdem die Flut- und Erdbebenkatastrophe in Japan auch Schäden an einem AKW angerichtet zu haben scheint.
(Ich persönlich denke mir, dass die gestörten Japaner mit radioaktiver Schlacke im Grundwasser und darauf folgenden Mutanten auf den zerstörten Straßen die romantisch-dystopischen Trash Horror Sci-Fi Szenarien der 80er ausleben könnten, von denen bestimmte Kreise damals träumten (2000AD and Voivod, i'm looking at you!))
Inzwischen habe ich meine Meinung zum Thema Atomkraft geändert. Mit stärkeren Bedenken zum Thema Sicherheit hat das aber gar nichts zu tun. Ich bin nur viel zu spät über die Tatsache gefallen, dass die Atomenergie einen entscheidenden Nachteil hat: Die Grundinvestition, um überhaupt Strom aus Kernspaltung zu gewinnen, ist so hoch, dass immer große Konzerne (oft mit staatlicher Beteiligung) nötig sind, um die Technologie zu betreiben. Solarzellen kann sich jeder auf's Dach schnallen und auch eine Windmühle im Garten ist durchaus möglich, aber für einen Reaktor ist dann doch das Kapital eines "Energieriesen" nötig. Entsprechend bedeutet das, dass wir diese Energie nur nutzen können, wenn wir die Versorgung in die Hände der Großkonzerne legen, die ausschließlich Profit-Optimierung auf der Agenda haben. Leider scheinen wir durch unserem Energiekonsum von den Atomkraftwerken abhängig zu sein, so dass wir uns leider nicht von heute auf morgen von den dicken Energieversorgern wie e-on und Vattenfall lösen können. Es ist ein bisschen wie mit Microsoft: eigentlich müsste man den ganzen Kram rauswerfen und sich Myriaden an Lizenz-Gebühren sparen, aber man ist auf Gedeih und Verderb abhängig von deren Produkten.

1 Comments:

Blogger PhanThomas sagte...

Ich fände es auch bedenklich, wenn Inge Baumann und Klaus Biedermeier von gegenüber einen Atomreaktor im Keller, statt einer Solarzelle auf dem Dach hätten. Öh, und das mit der NASA dachte ich mir auch schon oft, aber was ist, wenn man den Kack gerade ins Weltall befördert, dann aber die Rakete in die Luft geht und so zum feinsten Uranzerstäuber wird?

13.03.2011 14:37:00  

Kommentar veröffentlichen

<< Home

Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert. Für alle Links auf diesem Blog gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meinem Blog und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.

kostenloser Counter