Von prophet am Montag, April 18, 2011 um 22:03

Alter Hut? Gut!

The Gates of Slumber - Hymns of Blood and Thunder [2009] []
Das saugeile Cover macht schon deutlich, dass hier neumodischer Schnickschnack nichts verloren hat. Auch wenn The Gates of Slumber musikalisch nur auf dem Papier mit The Sword zu vergleichen sind: Beide spielen irgendwie altmodischen Heavy Metal, ohne alt zu klingen. Die Herren aus Indianapolis spielen auf ihrem vierten Album eine zeitgemäße Version dessen, was sich mal zwischen Cirith Ungol, Saint Vitus und Witchfinder General aufspannte. Außer zwei akustischen Zwischenspielen gibt es hauptsächlich kräftiges Getrommel, dicke Riffs und melodische Soli im gehobenen Midtempo. Und auch wenn hier so gar nichts neu erfunden wird: Irgendwie schaffen The Gates of Slumber es, diese Musik mit einer Leichtigkeit relevent zu halten, die ManOwaR und Kollegen seit Jahren fehlen. Ganz große Empfehlung.

Gallery - Anno Exitum [2011] []
Wie von mir gezwitschert gibt es das Debüt-Album der Kalifornier mangels Label zum Gratis Download. Die jungen Kerle spielen Sludge Metal, der in Richtung Doom schwankt, wenn auch (noch) nicht ganz so dreckig wie Lair of the Minotaur und auch, wenn sie einige Kinderkrankheiten wie furchtbare, zu lange Intro-Samples (Man Made God) oder seltsam gemischte Soundeffekte (Immortal Blade) in ihren Songs haben, bleibt unterm Strich doch ein gutes Album, das sich vor den großen des Genres nicht verstecken braucht. Auch hier gibt es mit dem Gepolter von Sänger Chris, den supertief getunten Gitarren und dem Wechsel aus Downtempo und schnellen, stumpfen Passagen wenig neues. Aber diese verhältnismäßig primitive Musik funktioniert und damit sind die Newcomer ein Tipp für alle Genre-Freunde. Zumal für lau!

Victims - A Dissident [2011] []
Ich dürfte an der brandneuen Victims-Scheibe eigentlich nichts auszusetzen haben, denn die Schweden machen nichts falsch. Zu hören gibt den Hardcore (das tatsächliche Metal/Punk-Genre mit dem ungünstigen Namen), der oft so leichthin als Crust Punk bezeichnet wird. Da ist aber auch schon das Kernproblem: Ich kann entweder dieses Album oder Comalive von Wolfbrigade anmachen und könnte nicht unterscheiden, von wem welches Lied stammt. Grundsätzlich höre ich sowas gerne, bin von Skitsystem stets sehr angetan gewesen, aber mir fehlt mit der zu sauberen Produktion, dem bekannten Rezept und den uniformen Songs irgendein Highlight, um aus diesem Album etwas besonders zu machen. So ist es zwar eine zweifellos gute Scheibe, die aber kaum im Gedächtnis bleibt. Ein Album zum Konsumieren.

Auch gerne gehört: Cannibal Corpse, Thin Lizzy und NICHT Nyan-Cat!

Ihr dürft jetzt wieder schreiben, dass es euch nicht gefällt.

3 Comments:

Blogger PhanThomas sagte...

Puh, äh, ja.

19.04.2011 11:46:00  
Blogger Madse sagte...

Ersteres musikalisch toll, gesanglich naja, Zweiteres überraschend angenehm und Cannibal Corpse geht freilich immer.

19.04.2011 19:18:00  
Blogger Jens sagte...

Das erste gefällt mir.
Bin dir übrigens immer noch für die Empfehlung des Albums "Warp Riders" von The Sword dankbar. ;)

21.04.2011 21:30:00  

Kommentar veröffentlichen

<< Home

Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert. Für alle Links auf diesem Blog gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meinem Blog und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.

kostenloser Counter