Einigung über leere Geldbeutel
Der nächste Monat dürfte außenpolitisch neben Krieg in Nordafrika und Atomdesaster in Japan auch in den USA interessant werden. Letzte Woche war es erst gelungen, den Etat für das Kalenderjahr 2011 vage festzulegen, vage deshalb, weil weiterhin keine vollständige Einigung erzielt werden konnte und somit das Budget vorerst auf dem Stand von 2010 belassen wurde. So unspektakulär das auch klingt, wäre es erneut zu keinem Beschluss jeglicher Natur gekommen, wäre von Rechts wegen der "government shutdown" eingetreten, der zuletzt unter Bubba für fast einen Monat alle staatlichen Institutionen bis auf essentielle wie Polizei und Feuerwehr eingefroren hätte.Für den nächsten Monat steht dann an, dass der Kongress beschließen muss, ob die Obergrenze für die Staatsverschuldung der USA noch weiter angehoben wird, so wie es in den letzten Jahrzehnten immer und immer wieder geschehen ist, unter allen Präsidenten, in allen Mehrheitsverhältnissen. Aus meiner jugendlichen Unwissenheit heraus muss ich aber fragen, ob es in dieser Zeit auch schonmal zu einem so zerfahrenen Konflikt zwischen den extremen Rechten und den Wirtschaftsliberalen gekommen ist, wie es jetzt in den USA der Fall ist. Die nächsten Wahlen sind mit November 2012 noch etwas hin, bedenkt man aber den extrem langen Wahlkampf der letzten Präsidentschaftswahl, relativiert dies, dass Obama bereits einfängt, Spenden zu sammeln und die Republikaner ihre Kandidaten sondieren (ich persönlich tippe ja auf Mitt Romney, der hat so ein männliches Kinn und graue Schläfen und sieht gut in Anzügen aus, den können sie am besten verkaufen). Wenn die Republikaner nun also weiter ihren destruktiven Kurs fahren, allem zu widersprechen, was die Demokraten verängstigt vorschlagen, egal ob es Sinn macht oder nicht, dann dürfte diese zur Farce gewordene Selbstverständlichkeit, die Schuldenobergrenze anzuheben, vielleicht doch noch zur Zitterpartie werden. Ich rechne aber damit, dass es zum erneuten Beschluss dafür kommen wird - die dort wahlberechtigten Abgeordneten sind sich nämlich sicherlich dessen bewusst, was passierend wird, wenn die Erhöhung abgelehnt wird: Die USA werden zahlungsunfähig. Den Schaden, den das an der Weltwirtschaft anrichten würde, so lese ich, schätzt man in etwa auf die selbe Höhe wie die Finanzkrise, die durch den Immobiliencrash in den USA vor ein paar Jahren ausgelöst wurde.
Dass der Friedensnobelpreisträger sich mächtig Geld sparen könnte, wenn er aufhören würde, the fuck out of Libyen zu bombardieren, darauf scheint dort aber noch niemand gekommen zu sein.














2 Comments:
Die Bombe ist gemacht, um sie abzuwerfen, nicht, um sie zu hinterfragen. Zumindest scheint man das in Übersee so zu sehen.
Du Prophet! Uh, das passt ja sogar.
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