Von prophet am Freitag, Juni 24, 2011 um 18:47

Unter Druck

Auch wenn mir klar ist, dass Linux-basierende Betriebssysteme (weil Linux ja ein Kernel ist) nicht ansatzweise die einfache, allumfassende Kompabilität von Windows haben und, dass Windows 7 ein sehr gutes Energie-Management auf mobilen Geräten mitbringt, habe ich auf meinem nagelneuen Laptop Linux Mint installiert, quasi Ubuntu in (wortwörtlich) grün. Der Laptop selbst (ASUS P50IJ) kostete lediglich 250 Euro und war damit noch in meiner sehr niedrigen Preisklasse. So ist das Gerät für mich auch ein Proof-of-Concept: Wenn man keine hohen Anforderungen stellt, also mit dem Gerät nur im Internet surfen, Instant Messenging benutzen, Comics lesen, mit last.fm Musik streamen und das ganze mobil machen will, dann darf ein fetter "Gamer"-Laptop für einen Tausender oder mehr nicht nötig sein.

Meine Theorie, dass 250 Euro ausreichen können, um einen gut verarbeiteten Laptop ab 15 Zoll inklusive (!) einfach zu bedienender, 100% legaler Software zu einem vollwertigen Unterhaltungsgerät zu machen, hat sich bestätigt, denn Linux Mint ist genau so leicht zu installieren und zu bedienen wie Windows 7. Mit Chromium, Skype/Xchat und last.fm Scrobbler ist das Mini-Basis-Paket geschnürt und funktioniert einwandfrei. In WINE habe ich angefangen zu experimentieren, aber bin dort noch am Anfang. Alles in allem kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass mehr als der besagte Betrag nicht notwendig ist, um ein solides, mobiles Multimedia-System inklusive Software (abzüglich anspruchsvoller Spiele) zu bekommen, das 80%+ dessen abdeckt, was ich täglich an meinem Desktop PC mit Windows 7 mache. Natürlich kann die Klangqualität nicht mit meinen Desktop-Lautsprechern mithalten. Natürlich ist der Laptop-Bildschirm in seinen Dimensionen begrenzt. Natürlich ist es nicht rasend schnell, aber das muss es auch nicht sein, ganz besonders nicht zu dem Preis. Deshalb kann ich insgesamt mit der Investition voll zufrieden sein.

Und dann will man drucken.

3 Comments:

Blogger PhanThomas sagte...

Und sucht sich zu Tode, um den verkackten Drucker ohne Treiber zum Laufen zu bringen. Am besten schreibst du deinen Treiber eben selbst. ;-)

Übrigens hätte ich gedacht, dass du ohnehin zu den Linux-Jüngern gehörst. Ich hab vor Jahren viel mit Ubuntu gespielt und war damals schon erstaunt, wie viel sich da getan hatte: einfache Installation, schnelle Erkennung (fast) aller Geräte und ein unglaublich niedriger Speicherverbrauch. Allerdings hakte es dann auch wieder bei den Details: Unterstützung aller Funktionen meiner Maus, Probleme beim 5.1-Sound, etc.

25.06.2011 14:54:00  
Blogger prophet sagte...

Die blöde Scheisse mit dem Drucken funktioniert immer noch nicht. Es scheitert angeblich an dem Paket "foomatic-rip-hplip", das ich nirgendwo finde, selbst nach großzügigem auslegen meiner sources.list. Es macht einen wahnsinnig.

Ich möchte mich ehrlich gesagt was Desktops betrifft nie 100%ig drauf verlassen müssen, dass Linux funktioniert, daher ist das was für den Zweitrechner.

25.06.2011 16:13:00  
Blogger PhanThomas sagte...

Oder, sofern die Platte groß genug ist, auf 'ner zweiten Partition. Aber das ist ja nicht der Sinn der Sache bei so 'nem kleinen Notebook. Aber klingt schon wieder wie das, was ich auch kenne: Erst installiert man das Linux ratzfatz und dann braucht man Tage für die richtige Einstellung der »Kleinigkeiten«.

25.06.2011 23:30:00  

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