Wenige Dinge
//Bei Hotels drückt eine Differenz von fünf Sternen wie just gelernt nur aus, wie gut man schläft. Alles andere, was das teure Haus als Mehrwert verheißt, ist vollkommen belangloser Schicki Micki. Ob die Matratze, die den Rücken nicht umbringt und das Ausbleiben von regelmäßigen metallenen Spül-Geräuschen im viertelstündigen Takt die fette Rechnung rechtfertigt, ist dann individuell zu entscheiden.//Jede Fahrt in fremder Leute Autos erinnert mich daran, warum ich nie Radio höre.
//Die Grünen müssen überlegen, ob sie dem Atomausstieg der CDU/CSU zustimmen. Was zunächst so klingt, als hätte ich da was verdreht, sorgt in Berlin tatsächlich für Kopfzerbrechen. Die Grünen sehen sich in dem Dilemma, dass sie zwar den Ausstieg wollen, aber nicht zu den Konditionen, die Schwarz-Gelb bietet. Die Damen und Herren, die immer noch auf der nur langsam abebbenden Popularitätswelle seit Fukushima reiten, müssen sich also entscheiden, was schlimmer ist: Die Gelegenheit wahrnehmen und zielstrebig votieren, um eines der größten Parteiziele voranzutreiben, oder sie pokern hoch und stimmen gegen den geplanten Atomausstieg, so dass sie zwar riskieren, die Chance zu verpassen, aber sich später bei einem Beschluss für den langsamen Ausstieg nicht dafür verantworten müssen, dieser halbherzigen Notfall-Lösung zugestimmt zu haben. Kurzum: Die Grünen müssen endgültig erwachsen werden und sich entscheiden, wie viele ihrer Prinzipien sich mit der Praxis vereinigen lassen. So trivial diese Diskussion klingt, sie lässt einen unglaublich tiefen Einblick in das Gedankengut dieser Partei zu.
//Facebook durchsucht ab sofort Oberflächen nach Fingerabdrücken und zeichnet auf, was man angefasst hat.
//Es gibt viele Firmen, die kaufen irgendwas an Technik ein, lassen es zusammenkleben, bis es grundlegend läuft und arbeiten dann zwölf Jahre damit, bis es knallt und sie dicht machen können. Es gibt viele Firmen, die irgendeinen vage technisch Interessierten zum IT-Mann ernennen und den dann überfordern, nicht weiterbilden und mit Level 1 Problem zuscheissen, dass er seine eigentlichen Aufgaben nicht erfüllen kann. Es gibt viele Firmen, die regelmäßig hinter dem Flickwerk hinterher räumen lassen, das sie über die Jahre immer zum niedrigsten verfügbaren Preis zusammengewürfelt haben und beschweren sich, wenn der Techniker ihnen erzählt, dass sie keinerlei Strategie haben. Es gibt fast keine Unternehmen, die sich vorher Gedanken machen, sinnvoll Zuständigkeiten vergeben, in Sicherheit und Qualität investieren und IT als großes Gesamtkonzept sehen, dem das Unternehmen auf Gedeih und Verderben ausgeliefert ist.














5 Comments:
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In 'nem Hotel will man doch eh nur schlafen, oder? Also zumindest, wenn man da beruflich übernachten muss. Wobei man auch das Frühstück nicht außer Acht lassen sollte. Da gibt's auch himmelweite Unterschiede.
@Maak: No you're not.
@PhanThomas: Richtig, normalerweise schläft man und haut wieder ab. Warum man dann Unmengen an Geld dafür bezahlen soll, dass deren Aufzüge schöner getäfelt sind oder die Seife in kleineren Flaschen ist, ist genau die Frage. Im günstigeren Hotel war das Frühstück Standard, aber damit voll zufriedenstellend. Damit ist es nur noch die Qualität des Bettes, die irgendwie Ausschlag zu geben hat.
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