Besinnliches Liedgut
Vader - Welcome to the Morbid Reich [2011] [♫]Hinter dem oldschooligen Cover versteckt sich der beste Vader Langspieler seit Litany. Zwar hat Vader bis heute kein richtig schlechtes Album veröffentlicht, aber Impressions... und Necropolis konnten nicht voll überzeugen. Welcome... verpackt den bekannten Vader Sound in eine etwas rauere Produktion, was dem zuvor oft sterilen Klang sehr gut tut. Die Songs sind nicht mehr in ziemlich schnell, schnell und scheissschnell unterteilt, sondern haben pro Titel mehr Variation inne. Zwischen den Blastbeats finden sich wirklich eingängige Riffs (I Am Who Feasts Upon Your Soul) und interessante Soli (Titeltrack) Das wohlvertraute Röhren von Frontmann Piotr tut sein übriges, um einen wirklich massigen Sound zu erzeugen. Welcome To The Morbid Reich ist für mich das beste Death Metal Album 2011.
Vektor - Outer Isolation [2011] [♫]Fast an mir vorbeigegangen wäre die Veröffentlichung von Vektors neuem Album. Beim ersten Hören konnte Outer Isolation nicht mit dem wahnsinnig genialen Black Future mithalten, nach diversen Durchläufen stellt es sich jedoch als großartig heraus. Die längere Dauer um bei mir Fuß zu fassen liegt vermutlich an den gefühlt häufigeren Phasen der hellen Instrumental-Parts. Das neue Album ist aber keinesfalls „ruhiger“, Songs wie Cosmic Cortex hauen mit massigen Riffs, Soli im Sturzflug und durchgängig beeindruckender Instrumentalisierung richtig auf die Kacke. Vektor klingen, als wären Piggy und Chuck zu ihren besten Zeiten zusammen in einer Band. Ein größeres Kompliment fällt mir nicht ein. Die Zukunft des modernen Metals.
Mayhem - De Mysteriis Dom Sathanas [1994] [♫]Eigentlich wurde bereits alles über De Mysteriis Dom Sathanas gesagt. Und doch ist mir diese Blaupause des Black Metals eine Erwähnung wert. Zu Deathcrush-Zeiten haben Mayhem zusammen mit Darkthrone den Norwegischen Black Metal erfunden, hier haben sie ihn soweit perfektioniert, dass DMDS zum nahezu unerreichten Maß aller Dinge in dem Genre werden musste. Das faszinierende ist für mich der Spagat zwischen dem primitiven, monotonen und vor allem Riff-zentrischem Gestampfe, der die erste Black Metal Welle ala Hellhammer definierte, und dem ultraschnellen Geballer, aus dem aktuelle Bands wie Dark Funeral oder 1349 bestehen. Die düster-kalte Atmosphäre, das stumpfe Geholze und genial prägnante Riffs (Freezing Moon) machen De Mysteriis Dom Sathanas bis heute zum bedeutendsten Werk des Genres.
Auch gehört:
Down - NOLA [♫] - Überzeugender als das dritte Release, Southern Metal by the book
EvilDead - Annihilation Of Civilization [♫] - Mehr 80s Thrash Metal für Genre Enthusiasten wie mich
Burial - Untrue [♫] - Athmophärische Elektro-Musik die ich nicht einzuordnen vermag
Voivod - Infini [♫] - Klagt mich ruhig dafür an, aber in meinen Augen nicht so gut wie das Self Titled
Witch Mountain - South of Salem [♫] - leicht rockiger Stonerdoom mit Frauengesang
Eyehategod - Dopesick [♫] - Urvater des bösen, dreckigen, keifenden Sludge















5 Comments:
Und wieder mal nehme ich nur eins der Alben mit. Vader!
Immerhin!
Also wenn ich mir die Cover so anschaue...besinnlich sieht anders aus ;-)
Und ob ich anklage. "Infini" ist mindestens drei Mal besser! (Aber nicht so gut wie "Katorz" und der ganze alte Kram.)
@Herr Grob: Ich bin vielleicht der einzige Mensch auf der Welt der so denkt, aber meine liebsten Voivod Alben sind War and Pain und das Self Titled. Und Nothingface.
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