Von prophet am Samstag, Juni 25, 2011 um 22:38

Werner Eiskalt

Worum es denn nun genau in dem neuen Werner-Film "Eiskalt" gehen würde, war lange unschlüssig. Erst wurde mit dem Teaser-Trailer irgendwas mit Hitze-Welle angedeutet, dann hieß es später, es ginge wieder um Korsika und um die große Liebe und dann war plötzlich davon die Rede, dass das Rennen von 1988 wieder aufgegriffen wird. Nachdem ich den fünften Film der Reihe nun gesehen habe, kann ich sagen, dass es vor allem um zwei Dinge geht. Erstens: Brösel hat gemerkt, dass er jede Relevanz verloren hat und nachdem er sich selbst bemitleidet hat, sinniert er wie es wäre, doch noch irgendwie der große Held zu sein, das Rennen von anno dazumal und eine dreißig Jahre jüngere, schöne Frau zu gewinnen. Zweitens: Ihm fällt keinerlei neues Material mehr ein, aber er weist ausdrücklich darauf hin, dass man sich doch auch das alte Material noch kaufen kann.
Erzählt wird das Elend sowohl in Echtfilm als auch in Zeichentrick, wobei die Grenzen zwischen Werner und Brösel vollkommen verwischen. Im Echtfilm entflieht Brösel seiner Verarmung und Erfolglosigkeit nach Korsika, wo er sich beim Flachköppermachen den Kopf stößt, für tot gehalten wird, als vermeintliche Leiche von seinen Freunden zurück nach Deutschland geholt wird, dort aufwacht und zu einem Rennen antritt, das zu seinen Gedenken von Hunderttausenden besucht wird. Die Zeichentrickparts sind entweder komplett beliebig gewählte Schnipsel mit unzähligen Zeitsprüngen, Illustrationen dessen, was das Budget für den Echtfilm nicht hergab, Wiederholungen der vorherigen Filme (!) oder Verfilmungen von Material, das bereits in den Büchern (z.B. Exgummibur) auftauchte.
Die Presse wird, sofern der Film überhaupt Erwähnung findet, vermutlich schreiben, dass es sich dabei um Material nur für ausgemachte Fans handelt. Selbst das würde ich diesem grausamen Streifen absprechen, denn jeden Witz, der gerissen wird, gab es bereits auf Papier oder auf Film, tiefere Einblicke in die Realität hinter Werner gibt es auch nicht und die Selbstverherrlichung von Brösel, der diesen Film zu Fanfiction über sich selbst gemacht hat, frisst einen unangenehm hohen Teil der viel zu lang wirkenden Gesamtdauer.
Wenn der Film sich selbst nicht so furchtbar ernst nehmen würde und verheimlichen könnte, dass die verzweifelte Sehnsucht von Rödger Feldmann nach öffentlichem Interesse, die im Film dargestellt wird, gar nicht ironisch gemeint ist, sondern der ernsthafte Versuch Brösels ist, sich die Welt schönzureden, dann hätte dieser Streifen vielleicht sogar etwas werden können. Die Kritik - nein, der Begriff ist nicht angemessen - die Beschwerden über die Omnipräsenz von Manga und Anime schienen kurz eine überraschend ehrliche Aufarbeitung dessen zu sein, wohin sich der Markt entwickelt hat, aber nach einigen gar nicht mal schlechten Karikaturen von Dragonball und My Little Pony Figuren rennt Werner einfach davon und sucht Zuflucht in dem, was er kennt. Treffend, denn auch sein Zeichner versteckt sich mit diesem Film, der in erster Linie für ihn selbst gemacht zu sein scheint davor, dass die Welt ihn zurückgelassen hat. "Aber das Rennen damals! Wisst ihr noch? Und die vielen Hefte (hier sind die Namen, bitte kaufen Sie!)! Und die Filme! Man mochte mich mal! Wieso ist das nicht mehr so?", hört man Brösel verzweifelt rufen.
Werner 4 war bereits ein Anachronismus, aber er war gut, und zwar deshalb, weil er sich darauf konzentriert hat, eine Handlung zu erzählen, zu unterhalten, bekannte Charaktere in neue Situationen zu versetzen. Werner 5 ist eine unzusammenhängende Sammlung von alten Schnipseln, ein Best-Of, die hundertste Wiederholung alten Materials, die durch eine äußerst anstrengende Nebenbei-Story zusammengeklebt wird. Werner 1 und 2 waren Dokumentationen Norddeutscher Kultur, Werner 5 ist die Dokumentation der Midlifecrisis ihres Schöpfers mit dem Hauptaugenmerk auf sich selbst. Der Tod in der Echtfilmspanne, der dann erzählt, wie alle Welt sich wieder für Werner interessiert, bettelt den Zuschauer verzweifelt um Mitleid an. Dieser Film ist komplett obsolet, schadet dem Franchise mehr, als dass es ihm hilft, ist weder unterhaltsam noch neu, sondern verstaubt und vor allen Dingen peinlich. Es war die Zeit und das Geld nicht wert. Ich möchte ausdrücklich davon abraten, diesen furchtbaren Film zu gucken.

Von prophet am Freitag, Juni 24, 2011 um 18:47

Unter Druck

Auch wenn mir klar ist, dass Linux-basierende Betriebssysteme (weil Linux ja ein Kernel ist) nicht ansatzweise die einfache, allumfassende Kompabilität von Windows haben und, dass Windows 7 ein sehr gutes Energie-Management auf mobilen Geräten mitbringt, habe ich auf meinem nagelneuen Laptop Linux Mint installiert, quasi Ubuntu in (wortwörtlich) grün. Der Laptop selbst (ASUS P50IJ) kostete lediglich 250 Euro und war damit noch in meiner sehr niedrigen Preisklasse. So ist das Gerät für mich auch ein Proof-of-Concept: Wenn man keine hohen Anforderungen stellt, also mit dem Gerät nur im Internet surfen, Instant Messenging benutzen, Comics lesen, mit last.fm Musik streamen und das ganze mobil machen will, dann darf ein fetter "Gamer"-Laptop für einen Tausender oder mehr nicht nötig sein.

Meine Theorie, dass 250 Euro ausreichen können, um einen gut verarbeiteten Laptop ab 15 Zoll inklusive (!) einfach zu bedienender, 100% legaler Software zu einem vollwertigen Unterhaltungsgerät zu machen, hat sich bestätigt, denn Linux Mint ist genau so leicht zu installieren und zu bedienen wie Windows 7. Mit Chromium, Skype/Xchat und last.fm Scrobbler ist das Mini-Basis-Paket geschnürt und funktioniert einwandfrei. In WINE habe ich angefangen zu experimentieren, aber bin dort noch am Anfang. Alles in allem kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass mehr als der besagte Betrag nicht notwendig ist, um ein solides, mobiles Multimedia-System inklusive Software (abzüglich anspruchsvoller Spiele) zu bekommen, das 80%+ dessen abdeckt, was ich täglich an meinem Desktop PC mit Windows 7 mache. Natürlich kann die Klangqualität nicht mit meinen Desktop-Lautsprechern mithalten. Natürlich ist der Laptop-Bildschirm in seinen Dimensionen begrenzt. Natürlich ist es nicht rasend schnell, aber das muss es auch nicht sein, ganz besonders nicht zu dem Preis. Deshalb kann ich insgesamt mit der Investition voll zufrieden sein.

Und dann will man drucken.

Von prophet am Samstag, Juni 18, 2011 um 12:31

Aufgelegt

Wishbone Ash - Argus [1972] []
Mein Verhältnis zu 70s Progressive Rock aus England ist schwierig, mit King Crimson kann ich nichts anfangen, Van der Graaf Generator mag ich ganz gerne, Pink Floyd kann ich nie lange hören. Wishbone Ash stellten sich als wahrer Glücksgriff dar: Auch wenn ihr Sound eindeutig dieser Musikbewegung zugehört, hatten Sie bemerkenswert moderne Momente und mit den Twin Lead Gitarren ein Klangbild, das damals noch innovativ war. Und auch wenn ich für die Aussage bestimmt Mecker bekomme: Argus hat in meinen Augen ein höheres Gesamtniveau als die ersten Led Zepplin Alben und mit Warrior und Throw Down the Sword zwei absolute Hammer-Titel, die sich vor einem Immigrants Song nicht verstecken müssen. Auch wenn Wishbone Ash nicht so populär wie Zepplin oder Pink Floyd sind, musikalisch können sie es mit den großen Namen aufnehmen.


Blacktusk - Taste the Sin [2010] []
Klang schon das 2006er Output Passage Through Purgatory extrem nach Kylesa, finden die Herren aus Savannah (woher auch sonst) nur ganz langsam ihren eigenen Sound. Es ist immer noch der bekannte, neumodisch Hardcore-orientierte Sludge, den Relapse Records so extrem gepusht haben und der Vergleich mit Kylesa drängt sich auf, aber Taste the Sin ist ein über die gesamte Dauer überzeugenderes Album als Spiral Shadow geworden und bietet mit mehrheitlich schnellen, tobenden Songs, viel Wumms und schicken Baizley-Cover eine gutes Gesamtpaket, das sicherlich keinen Innovationspreis gewinnen wird, aber sowohl Genre-Einsteiger als auch -enthusiasten gefallen wird. Mehr gibt es hier nicht zu sagen - außer, dass sie sich auf dem nächsten Album mal was eigenes einfallen lassen könnten.


The Gates of Slumber - Conqueror [2008] []
Auch wenn das "BEI CROM"-schreiende Cover das große Blutbad verkündet, ist das Conqueror-Album der Heavy Metal/Doom Metal - Aktivisten von The Gates of Slumber weit verhaltener und nicht so druckvoll wie das großartige Hymns of Blood and Thunder von 2009. Insgesamt fühle ich mich verdächtig an Candlemass erinnert, was in einem so konservativen Genre natürlich verständlich ist, aber so sehr wie das 2009er Output haut mich das Album aus dem Jahr davor nicht aus den Socken. Vielmehr gibt es grundsolide Hausmannskost, ohne Experimente oder Überraschungen, dafür mit vielen Midtempo-Stampfern und einer 16-minütigen Suite zum Abschluss, in der dann auch ein vorübergehender Ausflug in ruhigere Gefilde erlaubt ist. Nicht mal ansatzweise ein schlechtes Album, aber das können sie noch besser.


Stormcrow - Enslaved in Darkness [2005] []
Wie neulich bei Twitter verkündet gibt es das komplette (aber recht kurze) Album der kurzlebigen Crust Punk/Stenchcore Kapelle aus Kalifornien bei last.fm zum legalen Gratis-Download. Das lohnt sich allemal, denn die Herren erinnern mit dem Geballer, Gekeife und Gepolter an Skitsystem, Wolfbrigade und Konsorten. Ich weiß nicht wieso dieses Subgerne so einen Sonderstatus bei mir besitzt, aber ich finde keine Kritikpunkte. Klar hören sich alle Songs gleich an, aber sie hören sich alle gleich gut an. Irgendwo zwischen modernem Grindcore, skandinavischem Crust und D-Beat kloppen sich die fünf Songs mal schwer, mal mit Vollgas durch die halbe Stunde Spielzeit. Eine großartige Alternative für alle, die punkige Alternativen zu Death Metal und Grindcore suchen dürfte es allemal sein.


Motörhead - The World is Yours [2010] []
Mit The World is Yours verabschieden sich die Herren um Lemmy endgültig von ihrem dreckigen Rock'n'Roll/Heavy Metal Gemisch und experimentieren mit Elementen aus Nu-Jazz, Glitch und Indie Folk. Das Ergebnis ist eine Bowieesque Mischung aus Björk, Elektro und LoFi-Pop, das mit seinen mutigen, zwanzigminütigen Songs tief in die verletzliche Gefühlswelt der Band eintaucht und immer wieder mit neuen Klangkollagen den Hörer zu überraschen weiß. Wenn in den Übergängen zwischen Harfe und Walgesang plötzlich 80er-Jahre Dancehall-Techno mit modernem Noise vermischt wird, fühlt man deutlich den postmodernen Ausbruch aus jeglichen Konventionen zeitgenössischer Musik. Ein sehr experimentelles, aber faszinierend sanftes Album, das....nein ich mache nur Spaß. Es ist motherfucking Motörhead, Bitch.

Von prophet am Mittwoch, Juni 15, 2011 um 19:15

5 800 75000


Ganz offensichtlich seid ihr wesentlich konservativer als ich dachte, denn obwohl die Suchmaschinenergebnisse eindeutig belegen, dass Oma-Vollkack-Fleischhaken-Stromfolter-Pornos voll im Trend liegen und regelmäßig Menschen hierher führen, spricht sich die Mehrheit in meiner Umfrage von Ende April dagegen aus, dass ich mich um den Posten als Anlaufstelle Nummer Eins für Oma-Vollkack-Fleischhaken-Stromfolter-Pornos im Internet bewerbe. Dabei wäre grade jetzt ein geeigneter Moment, um eine solche Neuorientierung umzusetzen:

A World to Come hat heute seinen fünften Geburtstag (das ist weit länger als die Karriere aller Casting-Models und -Sänger) und dies hier ist, wenn man die Beiträge nicht mitrechnet, die so unerträglich schlecht waren, dass ich sie im Nachhinein gelöscht habe, Post Nummer 800. Die Marke von 75.000 Besuchern wurde bereits letzten Monat geknackt, aber die Erwähnung habe ich mir für jetzt aufgehoben. Ein dreifacher Meilenstein sozusagen, der jedoch nicht so sehr nach Konfetti und Luftschlangen schreit, wie ich es mir wünschen würde.

Durch die Arbeit bedingt bleibt mir weder genug Zeit noch kreative Energie, um die Menge an Text rauszuschieben, die ich gerne umsetzen würde. Mein Schreiben reduziert sich fast nur noch auf die Wochenenden, die Abstände zwischen den Beiträgen sind viel höher als früher. Vielleicht ist auch das der Grund, warum die täglichen Besucherzahlen sich in den letzten paar Monaten halbiert haben. Das Schreiben im eigenen und Durchhangeln in fremden Blogs ist nicht mehr alltäglich, sondern viel eher die Ausnahme. Für tot möchte ich das Medium nicht erklären, denn dafür ist mir die Möglichkeit, geschriebenes zu veröffentlichen, noch zu wertvoll, aber es hat sich doch einiges getan in den letzten Jahren. Blog-Kollegen wie Sinnlos im Blog oder Rotfell haben sich in Luft aufgelöst, während andere wie iThought oder Mary Malloy sich in meinem Internet-Umfeld etabliert haben. Twitter ist in meiner Weltanschauung vom albernen MySpace Nachfolger zur regelmäßig besuchten Plattform aufgestiegen, Blogging ist etwas für unterdrückte Araber geworden und alle Welt meint, sich in Form von Facebook auf Knien und mit gespreizten Pobacken der Öffentlichkeit anbieten zu müssen.

Fünf Menschen-Jahre sind mindestens 15 Internet-Jahre und man verändert sich mit der digitalen Umwelt. Wenn ich in die ersten Monate zurückblättere, lese ich Sätze wie "Ichh [SIC] will hier eigentlich nicht sehr politisch werden, aber...", die von ganz entsetzlich pauschalen, null recherchierten und unüberlegten Äußerungen auf Bild-Niveau gefolgt sind. Derweil könnte ich nur noch über nationale wie internationale Politik schreiben, habe aber gemerkt, dass andere das viel VIEL besser als ich können. Inzwischen schreibe ich mein Blogger-Alias, das ich schon mehrmals fast verworfen hätte, nur noch in Kleinbuchstaben, denn die damalige Einstellung, unbedingt ein großes P und großes T haben zu müssen, erscheint mir inzwischen unglaubich albern und eingebildet.
Balthazzar ist irgendwann zwischendurch rausgeflogen, vielleicht weil er einfach nichts mehr schrieb, vielleicht weil ich einfach keinen Kontakt mehr zu ihm (oder irgendjemand anderem außerhalb der Arbeit) habe.
Ein Gedanke, mit dem ich immer wieder spielte, war, parallel eine Seite auf Englisch zu betreiben oder komplett auf die Weltsprache umzusteigen, aber die permantenten Verbesserungen an Rechtschreibfehlern hätten mich vermutlich in den Wahnsinn getrieben (ich mache auch so schon zu viele).

Optisch bin ich mir der Seite ziemlich zufrieden, eine Änderung gibt es aber ab diesem Beitrag: Titelbilder werden ab sofort in 800x200 anstatt 800x167 geschnitten. Why? Because! Vielleicht wird der Textkörper um einige wenige Pixel schmaler gemacht, aber nicht viel. Was allerdings anstehen könnte, ist der Umstieg auf das neue Blogger XML-System, allein schon um den "Ältere Posts"-Knopf einbauen zu können, der die Navigation signifikant vereinfachen würde. Und irgendwann sollte ich vermutlich anfangen, viel mehr Tags zu vergeben. Noch fehlt mir aber Zeit und Muße, das über Jahre hin- und hermanipulierte klassische Blogger-Template zu ersetzen.

Was die Zukunft bringt, Qué Será, Será, dürfte stark an das erinnern, was ich in den letzten anderthalb Jahren verbrochen habe, auch wenn es sicher Entwicklungen in die ein oder andere Richtung geben wird. Vor fünf Jahren hätte ich auch noch nicht gedacht, dass ich mal über Fußball oder Comic-Hefte schreiben könnte. Vielleicht wird es mehr Review-artige Beiträge geben, wo es mir doch immer schwerer fällt, die einst so leichtfüßig an den Haaren herbeigezogenen Geschichten auf das sinnbildliche Papier zu bringen. Was sicher nicht verschwinden wird sind die Mini-Bewertungen zu Musikalben die niemandem außer mir Gefallen und die unqualifizierten Äußerungen zur Tagespolitik. Einen berufsbedingt komplett technischen Blog ("Die Scheisse funktioniert gar nicht!") würde ich nicht unter diesem Label führen.
Der obligatorische Spruch "auf weitere fünf Jahre" erscheint mir fehl am Platze, denn ich habe Zweifel daran, dass es weitere fünf werden. Sagen wir einfach...bis zum nächsten Mal.

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Von prophet am Mittwoch, Juni 08, 2011 um 22:18

Wenige Dinge

//Bei Hotels drückt eine Differenz von fünf Sternen wie just gelernt nur aus, wie gut man schläft. Alles andere, was das teure Haus als Mehrwert verheißt, ist vollkommen belangloser Schicki Micki. Ob die Matratze, die den Rücken nicht umbringt und das Ausbleiben von regelmäßigen metallenen Spül-Geräuschen im viertelstündigen Takt die fette Rechnung rechtfertigt, ist dann individuell zu entscheiden.

//Jede Fahrt in fremder Leute Autos erinnert mich daran, warum ich nie Radio höre.

//Die Grünen müssen überlegen, ob sie dem Atomausstieg der CDU/CSU zustimmen. Was zunächst so klingt, als hätte ich da was verdreht, sorgt in Berlin tatsächlich für Kopfzerbrechen. Die Grünen sehen sich in dem Dilemma, dass sie zwar den Ausstieg wollen, aber nicht zu den Konditionen, die Schwarz-Gelb bietet. Die Damen und Herren, die immer noch auf der nur langsam abebbenden Popularitätswelle seit Fukushima reiten, müssen sich also entscheiden, was schlimmer ist: Die Gelegenheit wahrnehmen und zielstrebig votieren, um eines der größten Parteiziele voranzutreiben, oder sie pokern hoch und stimmen gegen den geplanten Atomausstieg, so dass sie zwar riskieren, die Chance zu verpassen, aber sich später bei einem Beschluss für den langsamen Ausstieg nicht dafür verantworten müssen, dieser halbherzigen Notfall-Lösung zugestimmt zu haben. Kurzum: Die Grünen müssen endgültig erwachsen werden und sich entscheiden, wie viele ihrer Prinzipien sich mit der Praxis vereinigen lassen. So trivial diese Diskussion klingt, sie lässt einen unglaublich tiefen Einblick in das Gedankengut dieser Partei zu.

//Facebook durchsucht ab sofort Oberflächen nach Fingerabdrücken und zeichnet auf, was man angefasst hat.

//Es gibt viele Firmen, die kaufen irgendwas an Technik ein, lassen es zusammenkleben, bis es grundlegend läuft und arbeiten dann zwölf Jahre damit, bis es knallt und sie dicht machen können. Es gibt viele Firmen, die irgendeinen vage technisch Interessierten zum IT-Mann ernennen und den dann überfordern, nicht weiterbilden und mit Level 1 Problem zuscheissen, dass er seine eigentlichen Aufgaben nicht erfüllen kann. Es gibt viele Firmen, die regelmäßig hinter dem Flickwerk hinterher räumen lassen, das sie über die Jahre immer zum niedrigsten verfügbaren Preis zusammengewürfelt haben und beschweren sich, wenn der Techniker ihnen erzählt, dass sie keinerlei Strategie haben. Es gibt fast keine Unternehmen, die sich vorher Gedanken machen, sinnvoll Zuständigkeiten vergeben, in Sicherheit und Qualität investieren und IT als großes Gesamtkonzept sehen, dem das Unternehmen auf Gedeih und Verderben ausgeliefert ist.

Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert. Für alle Links auf diesem Blog gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meinem Blog und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.

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